Veröffentlichung ihrer Autobiografie

Michelle Hunziker spricht Klartext: So hat die Sekte meine Ehe mit Eros zerstört

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Michelle Hunziker verbrachte fünf Jahre in der Sekte „Krieger des Lichts“.

Die Schweizer Entertainerin Michelle Hunziker (41), die nach eigenen Angaben mit Anfang 20 in die Fänge einer Sekte geriet, spricht heute offener über Sorgen und Ängste.

Update, 27. September, 6.51 Uhr:

„Wichtig ist es, sich nicht zu schämen. Wenn man ein Problem hat, kann man wirklich um Hilfe bitten“, sagte Hunziker der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe in der damaligen Zeit gedacht, sie sei intelligent genug, um die Situation alleine zu bewältigen. „Aber das ist falsch. Man muss Demut haben und sagen: Jetzt brauche ich Hilfe.“

Hunziker („DSDS“, „Wetten, dass ..?“) hat über ihre fünf Jahre in der Sekte „Krieger des Lichts“ ein Buch geschrieben, das am Freitag auf Deutsch erscheint. In „Ein scheinbar perfektes Leben“ berichtet sie, dass ihre Ehe mit dem Sänger Eros Ramazzotti (54) 2002 ebenfalls an der Sektenführerin gescheitert sei.

Diese habe ihr eingeredet, Ramazzotti könne sie nicht lieben, weil der sie zuvor vor die Wahl gestellt hatte, zwischen ihm und der Sekte zu entscheiden. „Darum habe ich mich getrennt. Wir haben uns damals immer noch geliebt.“ Heute sei ihre Beziehung zu dem Sänger „nett, freundlich und entspannt“. „Wir gehen nicht jeden Tag zusammen essen und haben unsere eigenen Familien. Aber wir mögen und schätzen uns sehr.“

Michelle Hunziker packt aus: So schlimm war ihre Zeit in der Sekte

Rom - In ihren Zwanzigern habe sie für die vermeintliche Liebe der Sektenführerin ihr Urteilsvermögen und ihren freien Willen geopfert: „Ich glaubte, dass es außerhalb dieses Zirkels für mich nichts mehr gäbe, dass ich krank werden und sterben würde“, zitiert Bild aus dem Buch „Ein scheinbar perfektes Leben“ der Moderatorin.

Mit Anfang 20 sei sie in die Fänge der Sekte „Krieger des Lichts“ gelockt worden, indem sie von der Sektenchefin zunächst bedingungslose Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit erfahren habe. Die Zurückweisung, die darauf gefolgt sei, sei für sie unerträglich gewesen: „Ich hätte alles getan, um die symbiotische Verbindung wiederherzustellen, die in meinen Augen die einzig wahre Liebe meines Lebens war.“

Pizza als Konzentrat dämonischer Kräfte

Die Regeln innerhalb der Sekte waren laut Hunziker streng: „Man durfte nicht rauchen, keinen Alkohol trinken, kein Fleisch, keinen Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte essen. Eine Pizza war nichts anderes als ein Konzentrat dämonischer Kräfte.“

Auch Sexualität habe die Sekte verdammt: „Masturbation war verboten [...] Wenn ich meine künstlerische Kreativität nicht zerstören wollte, durfte ich an Sex nicht mal denken.“

Nach fünf Jahren schaffte Hunziker nach eigenen Worten den Ausstieg. Die Autobiografie „Ein scheinbar perfektes Leben“ erscheint am 28. September.

dpa

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