Nach langem Hin und Her

Jetzt doch: Bob Dylan nimmt Nobelpreis persönlich entgegen

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Bob Dylan fliegt nun doch nach Stockholm.

Stockholm - Zwar im kleinen Kreis, aber Bob Dylan will seinen Literatur-Nobelpreis nun doch persönlich entgegen nehmen. Er bekam ihn am 13. Oktober verliehen.

Mit mehreren Monaten Verspätung nimmt Bob Dylan seinen Literaturnobelpreis nun doch noch persönlich entgegen. Der US-Sänger werde am Samstag oder Sonntag seine Medaille und seine Urkunde bei der Jury in Stockholm abholen, teilte die Chefin der Schwedischen Akademie, Sara Danius, am Mittwoch mit. Allerdings werde dies nur im kleinen Kreis geschehen und unter Ausschluss der Medien.

"Die gute Nachricht ist, dass die Schwedische Akademie und Bob Dylan entschieden haben, sich dieses Wochenende zu treffen", schrieb Danius in ihrem Blog. "Die Akademie wird ihm dann Medaille und Urkunde überreichen und zu seinem Literaturnobelpreis gratulieren."

Dylan war am 13. Oktober als erstem Musiker überhaupt der Nobelpreis für Literatur zugesprochen worden. Tagelang reagierte der 75-Jährige nicht, erst zwei Wochen später kündigte er an, er nehme die Ehre selbstverständlich an und wolle "falls möglich" auch zur Preisverleihung am 10. Dezember nach Schweden kommen. Im November sagte er dann aber wegen "anderweitiger Verpflichtungen" ab. Er schickte stattdessen eine Dankesrede, die verlesen wurde.

Dylan plant am 1. und 2. April Konzerte in Stockholm und am 9. April im südschwedischen Lund. Es wurde bereits spekuliert, dass er bei dieser Gelegenheit auch bei der Schwedischen Akademie vorstellig werden würde.

Sein Preisgeld in Höhe von acht Millionen Kronen (840.000 Euro) wird Dylan bei seinem Treffen mit der Akademie aber nicht bekommen. Dafür müsste er vor der Akademie eine Vorlesung halten, und das werde bei dem Treffen am Wochenende nicht geschehen, erklärte Danius.

Laut Akademie hat der Musiker aber noch bis zum 10. Juni Zeit. Zudem hat er bei der Gestaltung seines Auftritts relativ freie Hand: Er kann eine kurze Rede halten, ein Lied singen oder sich per Video-Schaltung zu Wort melden, in einigen Fällen wäre auch eine aufgezeichnete "Vorlesung" möglich, erklärte Danius und fügte hinzu, die Akademie habe "gute Gründe zu glauben, dass eine aufgezeichnete Version zu einem späteren Stadium zugeschickt wird".

afp

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