Gottschalk fordert mehr klassische Musik im Fernsehen

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Thomas Gottschalk will mehr klassische Musik im Fernsehen hören

Berlin - Thomas Gottschalk, Entertainer, will mehr klassische Musik in den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern sehen. Hintergrund: Der 61-Jährige moderiert den "Echo Klassik".

Entertainer Thomas Gottschalk hat an die öffentlichen-rechtlichen Sender appelliert, mehr für die Vermittlung von klassischer Musik zu tun. “Es ist natürlich auch eine öffentlich-rechtliche Aufgabe, das so zu verpacken, dass man mehr Menschen dafür interessiert, um so einen Sog zu erzeugen“, sagte Gottschalk am Freitag in Berlin. Der 61-Jährige moderiert am Sonntag die vom ZDF übertragene Verleihung des Echo Klassik.

Auch bei klassischer Musik gehe es immer um das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage, sagte Gottschalk. “Wenn Klassik öfter laufen würde, würde sie auch öfter gesehen, und dann würde sie auch besser laufen“, sagte er. Offenbar gebe es auch bei jungen Menschen ein Interesse an dieser Art von Musik , es müsse aber gefördert werden.

"Wetten, dass..?": Zehn mögliche Gottschalk-Nachfolger

Thomas Gottschalk (60) gibt die Samstagabendshow "Wetten, dass..?" auf. Die Wetten auf seine Nachfolge laufen.  © dpa
HAPE KERKELING (46): Er war der Favorit der "Netzgemeinde": witzig, schlagfertig und charismatisch. Außerdem auch blond. Ist bereits Gottschalk-Nachfolger: als Moderator der Goldenen Kamera. Schade nur: Er hat bereits definitiv abgesagt.  © dpa
JÖRG PILAWA (45): Der Ex-ARD-Mann gilt seinem neuen Arbeitgeber ZDF wohl als Favorit. Zuschauer denken aber oft, wenn sie den Quizmaster ("Rette die Million!") sehen: netter Schwiegersohn, aber Showmaster?  © dpa
MICHELLE HUNZIKER (34): Ihr trauen wohl nicht alle die Verantwortung zu. Die Schweizerin hat außerdem die Untiefen des deutschen Fernsehens gar nicht nötig, weil sie in Italien ein großer Star ist.  © dpa
MARKUS LANZ (41): Der frühere RTL-Mann und ZDF-Spättalker ist eher Experte für sogenannte einfühlsame Gespräche am späten Abend als für Star-Interviews auf der "Wetten, dass..?"-Couch.  © dpa
GÜNTHER JAUCH (54): Eine Samstagabendshow und dann auch noch die Nachfolge seines Freundes "Thommy"? Das passt nicht in die Strategie des Mannes, der sich ab Herbst als ARD-Polit-Talker etablieren will.  © dpa
STEFAN RAAB (44): Das Multitalent will bestimmt nicht noch mehr Öffentlich-Rechtliches machen - ARD-Grand-Prix-Hilfe reicht. Mit "Schlag den Raab" hat er zudem sein "Wetten, dass... 2.0".  © dpa
ANKE ENGELKE (45): Die Komikerin, die auch den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf mitmoderieren soll, wäre auch gut für die Frauenquote am Samstagabend. Ist Deutschland reif dafür?  © dpa
JOHANNES B. KERNER (46): Johannes B. Wer? Der Sat.1-Rückkehrer ist irgendwie in der Versenkung verschwunden. Hat sich mit dem ZDF überworfen und wird wohl kaum von dem Mainzer Sender gefragt werden.  © dpa
HARALD SCHMIDT (53): Der intellektuelle Entertainer geht von der ARD zu Sat.1. Er gibt sich nicht mehr massenkompatibel. Der Erfolg seines Samstagabend-Versuchs bei "Verstehen Sie Spaß?" von 1992 bis 1995 war mäßig.  © dpa
OLIVER POCHER (32): Publikum nicht reif für ihn? Oder aber er womöglich nicht reif genug fürs Publikum? Bekam nach einem "Wetten, dass..?"-Auftritt 2005 Ärger, weil er einer Zuschauerin eine Schönheits-OP empfahl.  © dpa

Auf die Frage, ob er “aus missionarischen Gründen“ die Moderation des Echo Klassik übernommen habe, antwortete Gottschalk: “Ich bin ja ein oberflächlicher Geselle und ich verbringe keine schlaflosen Nächte, weil die deutschen jungen Menschen sich nicht genug für Musik interessieren. Aber ich finde, das ist eine dankbare Aufgabe.“

Der Echo Klassik wird in zahlreichen Kategorien von der deutschen Phono-Akademie vergeben. Dieses Jahr wird der Dirigent Zubin Mehta für sein Lebenswerk geehrt. Als Laudatoren werden unter anderem Ex-Eislaufstar Katarina Witt, Designer Wolfgang Joop und Stardirigent Daniel Barenboim im Berliner Konzerthaus erwartet.

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