Früherer Patient: Nur seinetwegen lebe ich noch

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Murray erhielt im Jackson-Prozess erstmals Rückhalt

Los Angeles - Ehemalige Patienten haben den früheren Leibarzt von Michael Jackson im Prozess in Schutz genommen. Sie lobten seine Fähigkeiten und seine Gewissenhaftigkeit. Wie Murray darauf reagierte:

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Ehemalige Patienten haben den früheren Leibarzt von Michael Jackson im Prozess wegen fahrlässiger Tötung des Popstars in Schutz genommen. Fünf Zeugen für die Verteidigung sagten vor dem Gericht in Los Angeles am Mittwoch (Ortszeit) aus, dass der Herzspezialist Conrad Murray (58) sie sehr gut betreut habe. Murray sei der “beste Arzt“, den er kenne, bescheinigte der frühere Herzpatient Andrew Guest dem Angeklagten. “Nur seinetwegen bin ich heute noch am Leben.“

Die 82-jährige Ruby Mosley lobte Murrays Gewissenhaftigkeit und seine Bereitschaft, bedürftige Patienten ohne Entgelt zu behandeln. Murray war von den Aussagen sichtlich bewegt und wischte sich mehrmals Tränen aus den Augen.

Die Anklage hatte in den vergangenen Wochen ein anderes Bild des Arztes gezeichnet: Sie porträtierte den früheren Leibarzt des Popstars als geldgierig und inkompetent. Er soll von Jackson 150 000 Dollar monatlich bekommen haben.

Enthüllungen am ersten Tag des Jackson-Prozesses

Der Unterschied ist erschreckend: Links ist Michael Jackson bei seinen Proben zu sehen. Rechts sein lebloser Körper, nur einen Tag später. © dpa
In diesem Bett soll Michael Jackson gestorben sein. © ap
Dieses Foto soll das Badezimmer von Michael Jackson zeigen. © ap
Der Choreograph Kenny Ortega soll bei der Aufklärung helfen, in welcher Verfassung Jacko in den Tagen vor seinem Tod war. Er probte mit Ortega fpr seine Tour. © ap
Der angeklagte Conrad Murray (links) blickt zu seinem Verteidiger Edward Chernoff. © ap
Edward Chernoff verteidigt Jacksons Arzt Conrad Murray. © ap
Der Staatsanwalt David Walgren wirft Murray fahrlässige Tötung vor. © ap
Michael Jacksons Schwester Janet und Bruder Randy verfolgen den Prozess. © ap
Jackos Mutter Katherine und seine Schwester La Toya (links) verlassen nach dem ersten Prozesstag das Gerichtsgebäude. © ap

Murray wird vorgeworfen, im Juni 2009 den Tod des “King of Pop“ mit einer Überdosis des Narkosemittels Propofol verursacht zu haben. Die Verteidiger wollen Jackson dagegen als medikamentensüchtigen Patienten darstellen, der ohne Wissen seines Arztes selbst zu der tödlichen Dosis gegriffen habe. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Mediziner bis zu vier Jahre Haft und der Entzug seiner Arztlizenz.

Der Prozess läuft inzwischen in der fünften Woche. Es wird nicht erwartet, dass Murray selbst in den Zeugenstand tritt. Richter Michael Pastor sagte dem Angeklagten am Mittwoch, dass es einzig Murrays Entscheidung sei, sich selbst zu verteidigen. Er habe selbstverständlich das Recht, nichts zu sagen.

dpa

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