Jessica Schwarz:

Vom „Bravo-Girl“ zu „Romy Schneider“

+
Jessica Schwarz steht auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere.

Berlin - Mit 16 war sie „Bravo-Girl“ des Jahres - heute ist Jessica Schwarz eine gefragte Schauspielerin. Die Rolle in der TV-Biografie von Romy Schneider ist der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere.

Wunsch und Wirklichkeit haben sich im Leben von Jessica Schwarz immer wieder gekreuzt. Als Kind träumte sie im elterlichen Zeitschriftenladen davon, auf der Titelseite eines der Magazine

Lesen Sie dazu auch:

Jessica Schwarz hat beim "Romy-Dreh" gelitten

Alain Delon: Tod als Erlösung für Romy Schneider

abgebildet zu sein - mit 16 ging ihr Traum als “Bravo-Girl“ des Jahres 1993 in Erfüllung. Aus der hessischen Kleinstadt Michelstadt kam sie als Model auf Laufstege in Paris, Mailand und New York. Sie wurde TV-Moderatorin und avancierte schließlich zu einer gefragten deutschen Charakterdarstellerin. Mit der Hauptrolle in dem Film “Romy“, der TV-Biografie von Romy Schneider, steht die 32- Jährige nun auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere.

Ein Jahr lang habe sie sich mit der tragischen Lebensgeschichte der “Sissi“-Darstellerin beschäftigt, sagt Jessica Schwarz. “Romy Schneider ist in meinen Träumen aufgetaucht, so intensiv war das.“ Sie habe manche Gestik der 1982 in Paris gestorbenen Schneider stark verinnerlicht. In dem Film, der am 11. November um 20.15 Uhr in der ARD läuft, zeigt sie eine bewegende schauspielerische Leistung.

In beiden Leben gibt es Parallelen. Schneider und Schwarz wuchsen in der Provinz auf und wurden zunächst in eher leichtgewichtigen Massenformaten zu Stars: Schneider in den 1950er Jahren als “Sissi“, Schwarz in den 1990ern als “Bravo-Girl“, Model und schließlich als Viva-Moderatorin. Auf ihrer Suche nach Charakterrollen stießen sie zunächst auf Widerstände, stellten dann aber ihr schauspielerisches Talent eindrucksvoll unter Beweis.

Kaiserin Elisabeth: Bilder des Mythos Sissi

Kaiserin Elisabeth: Bilder des Mythos Sissi

Sie verdrehte vielen Männern den Kopf. © dpa
Wie der Fächer befindet sich dieses Kleid in Privatbesitz und wurde uns exklusiv für ein Foto zur Verfügung gestellt. Das Kleid stammt aus dem Jahr 1896 und zeigt, wie schlank die Kaiserin war. © Tanja Lugert
Ihr Leben ist ein Mythos. Schon zu Lebzeiten verstand sie es hervorragend, alles um ihre Person geheim zu halten. Kaiserin Elisabeth hatte einen einfachen, aber exquisiten Kleidergeschmack. Sie hasste die überladenen Kreolen. © dpa
Elisabeths Taufkleid. © dpa
Kaiserin Elisabeth liebte Meissner Porzellan. Solche Figuren, auch von ihrer Person, mussten in jedem ihrer Feriendomizile aufgestellt werden. © dpa
Schloss Schönbrunn © dpa
Zuckersüße Zeichentrickserie „Sissi“. Sie läuft auf KIKA und vermittelt nicht nur historisch falsche Fakten an kleine Mädchen. Die Serie ist an Kitsch nicht zu überbieten. © dpa
Dieser Fächer befindet sich in Privatbesitz. Exklusiv für uns wurde er fotografiert. Mit solchen Fächern „tarnte“ sich die Kaiserin auf ihren Reisen. © Tanja Lugert
Sie war sich ihrer Schönheit bewusst. So setzte Elisabeth ihr Aussehen als Waffe ein, um ihren Willen zu bekommen. © dpa
Der italienische Anarchist Luigi Lucheni erstach die Kaiserin am 9. September 1998 in Genf. Er wurde schnell gefasst. © dpa
Sammlerstück: Die Kaiserin selbst wollte nie, dass andere sie bewundern. Sie hasste es, wenn alle Blicke auf sie gerichtet waren. © dpa
Die Toilette der Kaiserin. © dpa
Sissi-Statue © dpa
Handschuhe der Kaiserin. Sie wurden auf einer „Kaiserauktion“ versteigert. Private Objekte der österreichischen Herrscherin sind hochbegehrt bei Sammlern. © dpa
Eine Kopie der Totenmaske. Das Orginal ist bis heute verschollen. © dpa
Kitsch! Zum hundertsten Todestag der Kaiserin, wurde neben einer Sissi-Porzellanpuppe auch eine Version ihres Cousins Ludwig II. angeboten. © dpa
Gedenkmünze © dpa
Elisabeths Gebetsbuch. Es wurde auf einer Auktion versteigert. © dpa
Nach dem Tod ihres Sohnes Rudolf trug Elisabeth nur noch Schwarz. Ganz selten, bei Hochzeiten oder Taufen, wechselte die Kaiserin für kurze Zeit ihre Kleidung. © dpa
Wurde zu wohltätigen Zwecken versteigert: eine Stiefelette von Elisabeth. Sie hatte sehr schmale Füße, trug aber Größe 40. © dpa
Sissi-Ausstellung in Schloß Unterwittelsbach im Landkreis Aichach-Friedberg. Dort verbrachte die Kaiserin oft ihren Urlaub. © dpa
Hoch zu Roß! Elisabeth war passionierte Reiterin. In England verfeinerte sie ihre Technik. Heute würde man ihren Stil als „Military“ bezeichnen. © dpa
Auf Elisabeths Spuren. Am Starnberger See war die Herrscherin sehr gerne. Erst nach König Ludwigs Selbstmord mied sie den Ort für viele Jahre. Ihr passte es nicht, wie die Familie mit der Geschichte umging. © dpa
So harmonisch war es zwischen Sissi und Franz leider nie. Schon nach der Geburt der zweiten Tochter war die Ehe des Kaiserpaars am Ende. © dpa
Elisabeths Milchzahn. © dpa
Fragmente ihres Hochzeitkleides... © dpa
...wo das restliche Material sich befindet, ist unbekannt © dpa
Gedenkstätte für die Kaiserin. Hier machte die Herrscherin Urlaub. © dpa
Schattensilhouette von Kaiserin Elisabeth. © dpa
Marmorstatue im Wiener Sissimuseum. © dpa
Griechenland: Elisabeth liebte Korfu mit seinen ästhetischen Figuren. © dpa

Jessica Schwarz hatte schon als Kind einen immensen Drang, in der Öffentlichkeit zu stehen. “Ich habe sehr früh angefangen, auf der Bühne zu stehen, sei es beim Karnevalsballett oder bei der rhythmischen Sportgymnastik“, erzählt sie. Dabei sei es vor allem um eines gegangen: ein Foto von sich in der Zeitung. “Zum Beispiel habe ich Lose für die Stadt Michelstadt am Weihnachtsmarkt gezogen, es war nur wichtig, dass es ein Bild von mir dazu gab.“

Sie habe auch deshalb hart als Schwimmerin trainiert, “weil ich wusste, wenn ich schwimme und gewinne, gibt es eine Medaille, und dann gibt es ein Foto, und ich bin wieder in der Zeitung“. Ihre Schwimm-Leidenschaft hat die junge Frau mit den stechend blauen Augen bis heute nicht verloren, sie geht regelmäßig schwimmen.

Jeden Tag ein Traum

Schon mit 16 ließen ihre Eltern sie ziehen, vier Jahre lang war sie Model, wurde anschließend Moderatorin. Dann erst sei ihr Interesse für die Kinowelt geweckt worden, sagt Schwarz. Mit ihrer fröhlichen, bodenständigen Art wurde sie einem breiten Publikum bekannt. 2001 folgte ihr erster tragender Filmpart: In dem Drama “Nichts bereuen“ verdrehte sie 2001 Hauptdarsteller Daniel Brühl den Kopf. Im wahren Leben wurden die beiden für einige Jahre ein Paar.

Der Wahl-Berlinerin Schwarz ist es gelungen, von der Glitzerwelt der Mode- und reinen Entertainment-Branche in anspruchsvollere Gefilde zu wechseln. Immer wieder arbeitete sie mit Regisseur Dominik Graf zusammen, unter anderem in der Henry-James-Adaption “Die Freunde der Freunde“ (2002). Ende November startet der Mystery-Thriller “Die Tür“ im Kino. Darin überzeugt sie als Mutter, die ihr Kind verliert. Für die 32-Jährige scheint sich fast jeder Traum zu verwirklichen: In ihrer hessischen Heimatstadt hat sie zusammen mit ihrer Familie ein Hotel aufgemacht. Es heißt: “Die Träumerei“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Musical-Legende Stephen Sondheim ist tot: Am Abend zuvor feierte er noch mit Freunden

Musical-Legende Stephen Sondheim ist tot: Am Abend zuvor feierte er noch mit Freunden

Musical-Legende Stephen Sondheim ist tot: Am Abend zuvor feierte er noch mit Freunden
Charlène verlässt Monaco: Fürst Albert verrät Geheimnis

Charlène verlässt Monaco: Fürst Albert verrät Geheimnis

Charlène verlässt Monaco: Fürst Albert verrät Geheimnis
Prinz Philip: Sein letzter Wille wird in einem besonderen Safe bewacht

Prinz Philip: Sein letzter Wille wird in einem besonderen Safe bewacht

Prinz Philip: Sein letzter Wille wird in einem besonderen Safe bewacht
"Respekt, Bruderherz!" Bruder von Sarah Connor zeigt, was er hat

"Respekt, Bruderherz!" Bruder von Sarah Connor zeigt, was er hat

"Respekt, Bruderherz!" Bruder von Sarah Connor zeigt, was er hat

Kommentare