Auch das zweite Angebot passt nicht

Yildirim vor dem Absprung?

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Bremen - Werder-Sportchef Thomas Eichin will künftig mehr auf die eigene Jugend setzen, doch dabei könnte ihm ein großes Talent durch die Lappen gehen. Denn Özkan Yildirim ist sich nicht mehr sicher, ob er in Bremen bleibt.

„Alles ist möglich. Ich weiß nicht, was passiert“, sagt der 19-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Das erste Werder-Angebot für eine Vertragsverlängerung hatte er bereits vor einigen Wochen abgelehnt, und auch die zweite Offerte, die jetzt auf dem Tisch liegt, findet nicht seine volle Zustimmung. „Das Gesamtpaket stimmt noch nicht“, erklärt der Sulinger, der seit der D-Jugend für den SV Werder kickt: „Es war immer mein Traum, im Weserstadion zu spielen. Aber es ist auch wichtig, dass ich überhaupt spiele.“

Bei den Werder-Profis durfte er das bislang erst drei Mal. Gegen Dortmund (0:5), Hannover (2:0) und Freiburg (2:3) – jeweils als Joker. Gegen Hannover bereitete er dabei das 2:0 mit einem sehenswerten Lupfer vor. Trotzdem stand er in der nächsten Partie gegen Stuttgart nicht mal im Kader. Dort ist der trickreiche, manchmal allerdings noch etwas zu eigensinnige Mittelfeldspieler zwar inzwischen Dauergast, aber in den vergangenen fünf Partie durfte er sich nur warmlaufen. Das hat ihn offenbar nachdenklich gemacht.

Und nicht nur das: Mehrere Bundesligisten buhlen angeblich um die Dienste des deutschen U 20-Nationalspielers, der nach langer Verletzungspause erst seit Ende des vergangenen Jahres wieder richtig dabei ist. Namen möchte Yildirim nicht nennen. Aber in diesem Monat möchte er schon gerne Klarheit haben.

Darauf hatte auch Werder gesetzt. „Wir sind auf einem guten Weg“, hatte Eichin erst vor wenigen Tagen erklärt. Yildirim sieht das etwas anders, seine Zukunft bei Werder ist offen. · kni

Kommentare

Heimatfreund
(5)(0)

Er will Klarheit. Kann er haben: Und tschüss! Noch nichts geleistet und schon Ansprüche stellen? Den würde ich auch nicht verlängern. Falsche Einstellung. Das sollte sich in der Branche rumsprechen. Fauler Bengel. Mit 19 oder 20 kann er eine Berufsausbildung machen und irgendwo für 600 Euro brutto pro Monat eine 40 Stunden Woche abarbeiten wie jeder von uns es getan hat oder macht oder machen wird. Mo - Fr 8.00 bis 16.00 Uhr plus unentgeltliche Überstunden ackern und abends noch für die Berufsschule was tun.

Torstino
(7)(0)

Unter diesem Trainer, so sehr ich ihn auch als Mensch schätze, würde ich auch sehr lange überlegen, ob ich bleibe. Die Jugendarbeit ist ja noch gut, aber dann ist der weitere Weg sehr steinig, wenn es um Einsatzzeiten geht. Ein Fehler ... Zack ... und man kann auf ewig wieder auf der Bank oder Tribüne versauern. Wenn man dann Glück hat, wird man irgendwann verliehen oder für ein Knäckebrot verkauft und kann dann endlich so spielen, wie es einem liegt.
Wäre ja nicht das erste Mal, dass sich ein anderer Verein an einem bei Werder ausgebildeten jungen Spieler ergötzt, weil der hier vom "Chef", der ihn möglicherweise sogar auf fremden Positionen verheizt hat, als nicht gut genug befunden wurde.
Momentan ist Werder nur noch ein riesiger Misthaufen, der von allen Seiten stinkt und auf dem ein paar alte Gockel sitzen, die ihr Revier auf keinen Fall aufgeben mögen, damit der Bauer da mal ran und komplett ausmisten kann. Die gehen erst weg, wenn keiner mehr Futter hinwirft oder mal ein Adler kommt, der sie wegschnappt!
Werder stirbt gerade und anstatt erste Hilfe zu leisten, halten die Verantwortlichen Totenwache und die Menge schweigt. Traurig traurig! :-(

Heckenschreck
(10)(0)

Es waere ganz normal wenn auch er gehen wuerde.

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