Werders U 23 vor dem Saisonstart in der Dritten Liga

„Wir müssen in jedem Spiel ans Limit gehen“

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Alexander Nouri freut sich auf die neue Saison.

Bremen - Es geht wieder los! Werders U 23 startet am Sonntag mit einem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte in die neue Drittliga-Saison. Auch in dieser Spielzeit ist das größte Ziel neben der Weiterentwicklung der eigenen Talente der Klassenerhalt.

„Wir freuen uns auf die erste Herausforderung der Spielzeit und wollen mit der Leidenschaft, die uns letztes Jahr ausgezeichnet hat, in die Begegnung gehen,“ sagt Coach Alexander Nouri mit Blick auf die Partie gegen Aufsteiger Lotte (14 Uhr). Weil auf Platz 11, dem eigentlichen Spielort der U 23, derzeit Umbauarbeiten laufen, findet die Begegnung im Weserstadion statt – es geht also direkt auf die große Bühne.

Eine Bühne, die für einen Großteil der Bremer Mannschaft Neuland ist. Im Vergleich zur Vorsaison ist das Team noch einmal jünger geworden. Die Jahrgänge 1993/1994 wurden fast komplett abgegeben, mit Marcel Hilßner (Dynamo Dresden) ist zudem einer der Leistungsträger gegangen. Dafür sind allein aus der eigenen U 19 sieben Spieler nachgerückt. Mit Leon Jensen (19/Hertha BSC U 19) und Dominic Volkmer (20/VfB Oldenburg) wurden noch zwei weitere Talente verpflichtet.

Rafael Kazior (33), Tobias Duffner (32) und auch Mohamed Aidara (26) sind auf der Gegenseite die erfahrenen Eckpfeiler des Teams. Das Trio bekommt nun durch Marc Pfitzner (31), der im Sommer von Eintracht Braunschweig an die Weser gewechselt ist, Unterstützung. „Marc ist eine absolute Verstärkung“, sagt Kapitän Kazior. Auch Nouri hält große Stücke auf den defensiven Mittelfeldspieler: „Er ist schon jetzt ein wichtiger Teil des Teams.“ Genau wie die anderen älteren Spieler könne Pfitzner den jüngeren als Orientierung auf und neben dem Platz dienen – besonders in schwierigen Situationen, wenn es mal nicht so laufe.

Bis sich die neu formierte Mannschaft komplett gefunden hat, wird es Zeit brauchen. Gerade die jungen Spieler, die in diesem Sommer den Sprung aus dem Jugend- in den Herrenbereich vollzogen haben, müssen sich erst einmal an die Physis und das Tempo in der Dritten Liga gewöhnen. „Man muss die nötige Geduld haben – und die haben hier auch alle im Verein“, glaubt Nouri. Der Coach sieht sein Team aber auf einem guten Weg, mit der absolvierten Vorbereitung ist er insgesamt zufrieden – auch wenn es in „einigen Bereichen sicher noch Verbesserungspotenzial gibt“, wie der 36-Jährige sagt.

Das Hauptaugenmerk der Bremer wird in der kommenden Saison wieder „auf der Weiterentwicklung der eigenen jungen Spieler liegen“, so Nouri. Er ahnte, dass „die Ergebnisse sicher nicht immer unseren Leistungsstand widerspiegeln werden“. Der Coach stellt aber auch klar, dass aus sportlicher Sicht natürlich der Klassenerhalt das Ziel sei. Sein Team sieht Nouri genau wie in der vergangenen Spielzeit, als sich die Grün-Weißen in einem dramatischen Saisonfinale den Ligaverbleib gesichert hatten, als „Herausforderer“. „Wir müssen in jedem Spiel an unser Limit gehen, um etwas zu erreichen“, sagt der 36-Jährige: „Wir wissen, was die Dritte Liga für hohe Anforderungen hat. Wir dürfen nicht vermessen sein, was unsere Ansprüche betrifft.“

Wichtig ist Nouri, dass sein Team unabhängig vom Gegner „unsere eigenen Prinzipien, unsere eigene Spielphilosophie auf dem Platz durchzieht“ – also auch gegen Lotte. Taktische Details will der Coach vor dem Spiel gegen die Sportfreunde aber noch nicht verraten. Anders sein Gegenüber Ismail Atalan. „Ich bin ein Angriffstrainer und immer so gewesen. Ich bin jemand, der jeden Gegner massiv unter Druck setzen will. Und das schon ab der gegnerischen Viererkette“, sagte er in einem Interview mit „Westline“. Die Worte decken sich mit den Beobachtungen, die Werder gemacht hat. „Wir wissen, was da auf uns zukommt“, so Nouri.

Das Kuriose dabei: In drei Wochen heißt Werders Gegner schon wieder Lotte. Dann aber im DFB-Pokal, und dann messen sich die Sportfreunde mit den Profis. Deshalb werden am Sonntag sicher auch Cheftrainer Viktor Skripnik und sein Trainerstab vorbeischauen.
mib

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