Werder-Stürmer hat keine Abstiegsangst

„100 Prozent“ – Pizarro und sein Steigerungspotenzial

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Fußball auf Schnee und Eis: Claudio Pizarro war wenig begeistert von den schwierigen Platzverhältnissen, zog aber trotzdem im Training voll durch.

Bremen - Das „Ja“ schießt ihm sofort aus dem Mund. Die Trainingsplätze in München hätten Schnee und Eis besser verkraftet als das Grün gerade in Bremen. „Es ist nicht ganz einfach“, sagt Claudio Pizarro über den teils gefrorenen, teils glitschigen Untergrund. Die Rasenheizung hat kein Bayern-Niveau. Doch der 37-Jährige will nicht klagen. Er will auch von Abstiegsangst nichts wissen. „Wir haben noch viel Zeit, da rauszukommen“, sagt der Werder-Profi – und er soll dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.

„Claudio ist Gold wert für uns“, schwärmt Sportchef Thomas Eichin: „Ich bin sehr, sehr, sehr froh, dass wir das im September mit ihm gemacht haben.“ Werder hatte den arbeitslosen Stürmer nach Transferschluss verpflichtet. Der großen Euphorie und einer schnellen Torvorlage zum Sieg bei 1899 Hoffenheim folgte die Ernüchterung: Der einstige Werder-Held war nicht fit genug für die Bundesliga. Eigentlich keine Überraschung, denn dem Peruaner fehlte eine echte Vorbereitung. Trotzdem hagelte es Kritik. Pizarros Antwort: harte Arbeit. Und mit der Fitness kamen immer bessere Spiele. Pizarro gewinnt zwar keine Sprintduelle mehr, ist aber mit seiner großen spielerischen Klasse eine Besonderheit im Werder-Kader. Zwei Tore stehen auf seinem Konto.

„Ich erwarte sehr viel von ihm“, betont Eichin. Denn nun sei Pizarro von Anfang an dabei, könne sich im Trainingslager in Belek bestens vorbereiten. „Das ist sehr wichtig für mich“, sagt der Stürmer und gibt sich selbstbewusst: „Ich kann jedes Spiel spielen.“ Die Zeit als Joker möchte er hinter sich lassen, auch wenn er das nicht öffentlich fordert. Das entscheide der Trainer. Aber Pizarro will es Viktor Skripnik quasi unmöglich machen, auf ihn zu verzichten. So beziffert er sein Steigerungspotenzial auf „100 Prozent“. Das lässt jeden Werder-Fan von vielen Toren des Peruaners träumen. Und damit auch jeder weiß, dass er es ernst meint, schickt der Ex-Münchner noch ein „So muss es sein, sonst spiele ich nicht mehr Fußball“ hinterher.

Also doch ein Spaß, ein typischer Pizarro eben. Denn aufzuhören ist ebenso kein Thema für ihn, wie eine vorzeitige Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags: „Darum kümmern wir uns später, ich will mich auf den Job konzentrieren.“ Da kommt es ihm sehr gelegen, dass es morgen ins 18 Grad warme Belek geht: „Da sind die Plätze hoffentlich besser.“

kni

Zwei Trainingseinheiten am Dienstag

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