Schnell fit – aber gestern wurde er geschont

Die „Zauberei“ des Lamine Sane

Begrüßung durch die Kleinen: Lamine Sane ist unheimlich schnell beim SV Werder angekommen. J Foto: nordphoto

Bremen - Diese Waden! Niemand würde bei ihrem Anblick auf den Gedanken kommen, dass sie zu einem Fußball-Profi gehören. Dünn wie Streichhölzer sind sie, ohne die üblichen Muskelwölbungen. Und doch gehören sie einem Mann, der mit Fußball sein Geld verdient und in den Werder Bremen große Hoffnungen setzt: Lamine Sane. Seine Waden sind aber nicht das einzige, was bislang an dem 29-Jährigen aus dem Senegal ungewöhnlich und überraschend wirkt.

Als Sane vor zwei Wochen ablösefrei von Girondins Bordeaux verpflichtet worden war, hieß es nämlich noch, der Neue müsse erst noch eine Knieverletzung auskurieren und würde frühestens im September richtig zur Verfügung stehen. Aber falsch! Sane hat die letzten beiden Testspiele bestritten und wird auch am Sonntag im DFB-Pokalspiel bei den Sportfreunden Lotte (15.30 Uhr) dabei sein. Obwohl er gestern auf Anweisung des Trainerstabs das Mannschaftstraining am Vormittag ausgelassen hatte („Ich sollte mich schonen“), blickt er doch voller Optimismus auf den Saisonauftakt: „Ich fühle mich gut und fit. Ich stehe zur Verfügung.“

Es besteht kaum ein Zweifel, dass der Innenverteidiger gegen den Drittligisten auch auflaufen wird – sehr wahrscheinlich mit Niklas Moisander an seiner Seite. Aber wie nur ist Sane so viel schneller wieder in die Spur gekommen als gedacht? „Zauberei“, sagt er und lacht. „Aber im Ernst: Wir haben es einfach probiert, und es lief ganz gut. Die 45 Minuten gegen Meppen waren die Feuertaufe, in den 90 Minuten gegen Ingolstadt ging es schon deutlich besser“, sagt Sane. Zur Erinnerung: Werder gewann 2:0 und 1:0. Kein Gegentor also mit Sane – und das ist ganz nach dem Geschmack des 1,92 Meter großen Defensivspezialisten.

Sein Auftrag ist es, die jahrelang andauernde Flut an Gegentoren einzudämmen. Das letzte Mal, dass Werder weniger als 65 Gegentore in einer Bundesliga-Saison kassierte, war 2011/12 – damals spielte in Naldo noch ein Abwehrriese bei Werder, dessen Waden ähnlich dünn sind wie die von Sane. Vielleicht ist diese besondere Verteidiger-Anatomie ja sogar ein Qualitätsmerkmal und gutes Omen. 
csa

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