Eichin lässt Trainerfrage offen

Was wird aus Viktor Skripnik?

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Werder-Coach Viktor Skripnik

Bremen - So emotional Viktor Skripnik den Klassenerhalt auf dem Spielfeld feierte, so nüchtern gab er sich in der anschließenden Pressekonferenz. Vor allem, als die Fragen zu seiner Zukunft kamen. „Wir werden zusammensitzen und sagen, was ist“, lautete seine erste Antwort.

Und auf die Nachfrage, ob er denn überhaupt Werder-Coach bleiben wolle, erwiderte der Ukrainer lediglich: „Ich habe Vertrag bis 2017.“ Auf dem Papier ist Skripnik also auch in der Spielzeit 2016/17 Cheftrainer des Bremer Bundesligisten. Doch darauf wetten sollte man besser nicht. Schließlich gab es von offizieller Seite nach der Rettung kein klares Bekenntnis zu Skripnik. Sportchef Thomas Eichin lobte zwar ausdrücklich die Arbeit des Trainers, verwies aber umgehend auf die schon vor einigen Tagen angekündigte Analyse: „Wir werden die Stimmung jetzt erst mal zwei Tage genießen, dann werden wir diskutieren – natürlich mit Viktor Skripnik.“

Dabei gehe es darum, „was wir besser machen können“, sagte Eichin und stellte unmissverständlich klar: „Ich habe keine Lust mehr auf Abstiegskampf. Die Mannschaft ist eigentlich stark genug, um nicht in den Abstiegskampf zu müssen.“ Das habe die Rückrunde mit 23 Punkten gezeigt. „Wir haben in der Hinrunde vieles nicht richtig gemacht“, monierte Eichin. Das war eher Kritik als Zuspruch für Skripnik. Der Sportchef sagte allerdings auch: „Wir haben uns klar positioniert, dass wir mit Viktor diese schwere Zeit durchstehen. Und diese schwere Zeit ist noch nicht vorbei. Nächste Saison wird es wieder schwer.“

Mit Skripnik? Die Frage ließ Eichin offen. Es gibt schon lange Zweifel im Club, ob Skripnik der Richtige ist. Seine Entlassung war eigentlich schon vor Wochen besiegelt. Dann punktete der Coach. Ob er damit nicht nur Werder gerettet hat, sondern auch seinen Job, wird sich zeigen.
kni

Erlösung in der 88. Minute

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