Großer Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen

Wegen Hajrovic: Kainz nur noch auf der Tribüne

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Florian Kainz im Werder-Training

Bremen - Nun reicht es für Florian Kainz nicht einmal mehr für die Bank, gegen Augsburg saß der 23-Jährige nur auf der Tribüne. Der hoch gehandelte Neuzugang von Rapid Wien erlebt einen unerwartet schwierigen Saisonstart bei Werder. Ganz im Gegensatz zu Izet Hajrovic, der eigentlich weg sollte und nun plötzlich sogar spielt.

„Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf“, sagt Viktor Skripnik. Der Trainer hat auf den Außenbahnen im Mittelfeld eine große Auswahl. In der Startelf standen diesmal Fin Bartels und Serge Gnabry. „Da brauche ich auf der Bank nur noch zwei weitere Außen“, erklärt Skripnik. Die Wahl sei auf Sambou Yatabare und Hajrovic gefallen – und eben nicht auf Kainz.

Ausgerechnet Hajrovic. Der bosnische Nationalspieler ist, man mag es kaum glauben, Werders Topverdiener. Der Bundesligist hatte ihn vor zwei Jahren bei Galatasaray entdeckt und ihn ziemlich gewieft ablösefrei nach Bremen gelockt – allerdings auf Kosten eines Mega-Vertrags, der noch zwei Jahre läuft. Weil Hajrovic sein hohes Gehalt sportlich nie rechtfertigen konnte, sollte er in diesem Sommer weg. Um ihm das zu verdeutlichen, gab es für den Mittelfeldspieler in der Vorbereitung nur eine Nebenrolle und in den ersten Pflichtspielen bei noch geöffnetem Transferfenster nur einen Platz auf der Tribüne.

Doch der 25-Jährige blieb stur, wechselte nicht – und wird jetzt für seine nimmermüde Trainingsarbeit belohnt. „Er hat eine große individuelle Klasse und momentan den Konkurrenzkampf für den 18er Kader gewonnen“, sagt Skripnik. Auf dem Platz war Hajrovic dann allerdings kein Gewinner, sondern spielte wie eigentlich immer: Gute Ansätze, und dann war der Ball schnell wieder weg. So bleibt er nicht lange im Kader.

Und Kainz? „Ich hoffe, er ist unzufrieden und zeigt mir im Training, dass ich nicht die richtige Entscheidung getroffen habe“, wünscht sich Skripnik eine Reaktion des Österreichers. Der hat Werder immerhin eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro gekostet, sollte Levin Öztunali ersetzen. Werder hätte den Leihspieler gerne behalten, doch Bayer Leverkusen beorderte ihn zurück. Um ihn dann nach der Vorbereitung doch zu verkaufen: An Mainz 05, wo Öztunali am Sonntag beim 4:4 gegen Hoffenheim ganz groß auftrumpfte.
kni

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