Vermeintlicher Eklat beim Regionalligaspiel in Lübeck

Lukowicz soll "Hitlergruß" gezeigt haben - Werder wehrt sich

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Werder-Talent Maik Lukowicz (Archivbild)

Bremen - Der VfB Lübeck hat schwere Vorwürfe gegen Bremens U23-Spieler Maik Lukowicz erhoben. Der Nachwuchsstürmer soll beim Freitagabendspiel der Regionalliga Nord gegen den VfB Lübeck beim Jubel den "Hitlergruß" gezeigt haben. Werder  weist die Anschuldigungen energisch zurück.

Hat er? oder hat er nicht? Laut einem Bericht des Lübecker "Sportbuzzer" soll Lukowicz nach dem Treffer von Levent Aycicek in der 35. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 für die Bremer genau vor dem Fanblock der VfB-Anhänger den "Hitlergruß" gezeigt haben. „Die Situation war sehr heikel. Wir haben uns die Videoaufnahmen angesehen und stellten fest, dass der Spieler mit der Nummer 16 tatsächlich diese Geste gemacht hat, die in Deutschland verboten ist", wird Lübecks Vorstand Florian Möller zitiert. Die Nummer 16 bei Werder trägt Goalgetter Maik Lukowicz.

Der SV Werder Bremen reagierte am Sonntag mit einer Stellungnahme auf die Anschuldigungen. „Diese Vorwürfe sind absolut haltlos und für unseren 19-jährigen polnischen Stürmer eine Zumutung. Wir haben mit dem Spieler gesprochen, er distanziert sich ganz klar von jeglicher rechter Gesinnung oder jeder Art damit zusammenhängender Symbolik. Wir sehen auch nach Ansicht des Videomaterials des VfB Lübeck keinen Grund für diese schwerwiegenden Unterstellungen", so Werders Geschäftsführer Thomas Eichin. „Die Aufnahmen zeigen keinesfalls, dass der Spieler bewusst die verbotene Geste gezeigt hat, deshalb behalten wir uns rechtliche Schritte vor".

Auch Lukowicz ist entsetzt über die Vorwürfe: „Das ist eine Farce, mich in so eine Ecke zu stellen. Ich distanziere mich ganz deutlich von diesem politischen Gedankengut. Ich habe beim Jubeln den Arm gehoben ohne jeden symbolischen Hintergrund. Es tut mir leid, wenn das Menschen anders interpretieren, aber es kann nicht sein, dass daraus solche schwerwiegenden Vorwürfe konstruiert werden, die mich öffentlich diffamieren", wird der Nachwuchsstürmer auf der Werder-Homepage zitiert.

Auch ein Video auf Youtube zeigt die entsprechende Szene (Um das Video zu sehen, klicken Sie hier). Nach Ansicht der Bilder lässt sich nicht eindeutig sagen, was Lukowicz mit dem erhobenen rechten Arm bezweckt hat. Ganz so leicht von der Hand zu weisen, ist der Vorwurf aus Lübeck aber nicht.

Neben dem vermeintlichen "Hitlergruß" sorgten am Freitagabend auch Anhänger der Lübecker für Ärger. Immer wieder flogen Gegenstände von den Tribünen auf das Spielfeld. In der zweiten Halbzeit drohte Schiedsrichter Marcel Hass sogar damit, das Spiel abzubrechen, sollten die Fans des VfB dieses Vorgehen nicht einstellen.
mib

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