Mit Werder heute gegen Ex-Club Chelsea – und erstmals mit Kruse im Sturm?

Highlight – vor allem für Pizarro

Heute: Claudio Pizarro im Outfit des SV Werder. Möglicherweise stürmt er heute gegen seinen Ex-Club erstmals gemeinsam mit Neuzugang Max Kruse. Foto: Gumz

Bremen - Es ist zweifelsohne das Highlight der Saisonvorbereitung. Heute Nachmittag um 15.00 Uhr testet Werder Bremen gegen das englische Spitzenteam vom FC Chelsea. Und es gibt noch reichlich Karten. „Wir freuen uns natürlich sehr darauf, zumal wir erstmals in dieser Saison im Weserstadion spielen und uns unseren Fans präsentieren können“, sagte Sportchef Frank Baumann.

Eine besondere Partie ist es für Werders Claudio Pizarro. Der Peruaner stand in der Saison 2007/08 bei Chelsea unter Vertrag, ehe er (zunächst auf Leihbasis, dann fest) zu Werder zurückkehrte. „Jose Mourinho wollte mich damals haben, aber dann war er nach drei Monaten weg. Und dann wurde es schwierig für mich“, erinnert sich Pizarro. Unter dem Israeli Avram Grant, der auf den entlassenen portugiesischen Starcoach folgte, kam der Torjäger (wenn überhaupt) nur als „Joker“ zum Zug und stand am Ende gar nicht mehr im Kader. Trotzdem mag der 37-Jährige das Jahr nicht missen: „Es war eine gute Erfahrung, mit all den Stars zusammenzuspielen.“ Etwa mit John Terry (35) – der Abwehrchef ist der Einzige, der schon damals bei Chelsea war und es noch immer ist.

Dass Werder heute auf die Londoner trifft, war nicht geplant. Eigentlich sollten die Bremer gegen Ciro Immobile, Marco Parolo und Lucas Biglia antreten. Die italienischen und der argentinische Nationspieler sind die bekanntesten Namen bei Lazio Rom. Doch wegen der Sorge vor Übergriffen rechtsradikaler Hooligans sagten die Bremer dem Serie-A-Club ab.

Der schnell gefundene Ersatz ist nun sogar weitaus hochkarätiger. Chelsea hat deutlich mehr internationale Stars in seinen Reihen als der römische Ex-Verein vom früheren Bremer Stürmer Miroslav Klose. Eden Hazard, Diego Costa, Willian, Thibaut Courtois, Cesc Fabregas oder Terry – um nur ein paar zu nennen. „Und sie haben einen neuen, sehr interessanten Trainer“, findet Baumann. Der italienische Nationalcoach Antonio Conte wechselte nach der EM an die Stamford Bridge. Offen ist aber noch, welche der EM-Fahrer (hatten Extra-Urlaub) der 47-Jährige mit nach Bremen bringt. „Sie haben viele sehr gute Spieler“, urteilt Pizarro: „Und die wollen sich alle dem neuen Trainer zeigen.“ Werder-Coach Viktor Skripnik rechnet deswegen heute auch mit einer sehr harten Aufgabe und keinesfalls damit, dass Chelsea „nur zum spazieren gehen hierher kommt“.

Unter Vertrag bei den Londonern steht auch der Ex-Werderaner Marko Marin, er wird heute wohl aber nicht dabei sein. Marin, der Werder 2012 für acht Millionen Euro Richtung London verlassen hatte, ist noch bis 2017 an die „Blues“ gebunden. Er hat dort aber nie eine Rolle gespielt und inzwischen eine wahre Leih-Odyssee quer durch Europa hinter sich. Spanien (FC Sevilla), Italien (AC Florenz), Belgien (RSC Anderlecht) und zuletzt die Türkei (Trabzonspor) – nirgendwo startete der 27-Jährige durch. Mit Papy Djilobodji, der in der vergangenen Rückrunde an die Bremer ausgeliehen war, wird es  ebenfalls kein Wiedersehen geben. Der senegalesische Innenverteidiger ist am Freitag für kolportierte 9,5 Millionen Euro von Chelsea nach Sunderland gewechselt.

Werders Erinnerungen an Chelsea sind übrigens sehr gut. Vor zwei Jahren gab es in der Vorbereitung ein überraschendes 3:0 im Weserstadion (da war Mourinho gerade wieder Coach der Londoner). Die Tore schossen damals Eljero Elia, Ludovic Obraniak und Felix Kroos. Alle Drei sind aber mittlerweile nicht mehr da.

Vielleicht trifft ja heute stattdessen Pizarro – oder Max Kruse. Der Bremer Neuzugang vom VfL Wolfsburg gibt nach seiner Rückkehr sein Debüt im weißen Eventtrikot, das ebenfalls Premiere hat. Gut möglich, dass Pizarro und Kruse erstmals gemeinsam stürmen. < mr

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