Pressekonferenz vor Bayern-Spiel

Johannsson wohl im Kader, Yatabare in den Sturm?

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Werder-Coach Viktor Skripnik

Bremen - Werders Saisonstart ist mit dem Pokal-Aus in Lotte gründlich in die Hose gegangen, nun geht es zum FC Bayern. Für den Bundesligaauftakt fordert Trainer Viktor Skripnik eine Reaktion von seiner Mannschaft - und plant Veränderungen.

„Wir brauchen eine Reaktion, die müssen wir zeigen. Wir müssen hochkonzentriert auftreten“, sagte Skripnik am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel, auf der der Coach auch klar das Saisonziel benannte: „Das Hauptziel ist es, schnellstmöglich 40 Punkte zu holen.“ Mit Blick auf die blamable 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag in Lotte kündigte Skripnik an, „etwas zu ändern“. Inwieweit der 46-Jährige damit eine taktische Umstellung oder personelle Änderungen meint, ließ er offen. Denkbar ist, dass die Bremer in München wieder im 4-1-4-1-System antreten und nicht wie zuletzt in der Vorbereitung und im Pokal im 4-2-3-1.

Für die taktische Umstellung spricht der Ausfall von Werders Zehner Max Kruse. Laut Skripnik könnte allerdings auch Florian Grillitsch Kruses Position in der Offensive übernehmen. „Florian spielt eine große Rolle in unseren Überlegungen, Max Kruse zu ersetzen“, so der Werder-Coach. Grillitsch, der große Teile der Vorbereitung aufgrund einer Verletzung verpasst hatte, fühlt sich selbst „eigentlich schon ganz gut“. Der Mittelfeldspieler stellt aber auch klar: „Ich bin noch nicht auf dem Stand der anderen Spieler.“ Er versuche sich im Training anzubieten, die Entscheidung liege aber letztlich beim Trainer, so der 21-Jährige weiter.

Angesprochen auf seine Vertragssituation in Bremen (Kontrakt läuft im Sommer 2017 aus), wiegelte Grillitsch ab: „Es gibt keinen neuen Stand.“ Werder würde gerne mit dem österreichischen Juniorennationalspieler verlängern, wie Skripnik am Mittwoch auch noch einmal bekräftigte. Gelingt das nicht, droht den Grün-Weißen im kommenden Sommer ein ablösefreier Abgang des 21-Jährigen.

„Bartels kann vorne spielen, Yatabare auch.“

Wer am Freitag im Sturm Claudio Pizarro ersetzt, der wie schon in Lotte ausfallen wird, ließ Skripnik ebenfalls noch offen. Ob der Ukrainer noch einmal Lennart Thy das Vertrauen schenkt, ist aber fraglich. Auf der Pressekonferenz sagte Werders Trainer lediglich: „Bartels kann vorne spielen, Yatabare auch. Wir werden kein Harakiri machen, die Tagesform wird entscheiden.“ Sicher ist dagegen, dass Aron Johannsson in den Kader zurückkehren soll. „Wenn morgen im Training nichts mehr passiert, wird er im 18er Kader stehen“, so Skripnik, der aber auch zur Geduld mahnte: „Zehn Monate (Anm.d.Red: Verletzungszeit von Johannsson) gehen nicht von alleine weg. Er hat sich gut präsentiert, wir freuen uns, dass er fit ist - aber wir achten auf ihn.“

Bauer erstmals im Werder-Training

Ebenfalls für das Bayern-Spiel zur Verfügung steht Robert Bauer: Werders-Neuzugang wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt. Tags zuvor hatte der 21-Jährige den Medizincheck in Bremen absolviert und anschließend den Vertrag unterzeichnet. „Ich fühle mich fit, ich bin bereit“, sagte der Abwehrspieler, der nach dem Silbermedaillengewinn mit der deutschen Olympia-Auswahl erst am Montag aus Rio nach Deutschland zurückgekehrt war. Ob Bauer für das Bayern-Spiel schon eine Rolle spielt, darauf wollte sich Skripnik nicht festlegen: „Wir haben noch zwei Tage, das werden wir noch sehen“, so der Coach.

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