Nouris Premiere – und Abschiedsspiel für Pizarro

Gnabry und die Freimarkt-Falle

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Werder-Profi Serge Gnabry

Bremen - Irgendwann gestand er es dann doch: „Es fühlt sich gut an.“ Alexander Nouri ist jetzt nicht mehr die Übergangslösung, sondern der Chefcoach bei Werder. Am Mittag stand die erste Pressekonferenz in dieser neuen Funktion auf dem Programm, am Samstag folgt das erste Pflichtspiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr/Weserstadion).

„Ich gehe die Aufgaben mit vollem Optimismus und Energie an“, versicherte der 37-Jährige. Personell sieht es gut. Die Nationalspieler sind „alle in einem vernünftigen Zustand“ nach Bremen zurückgekehrt. Wenn da nicht die Dauerverletzten (Kruse, Pizarro, Bargfrede, Caldirola) wären, könnte Nouri aus dem Vollen schöpfen. Und wirklich gute Nachrichten aus dem Lazarett gibt es nicht. Philipp Bargfrede stand zwar am Morgen erstmals seit langer Zeit wieder auf dem Trainingsplatz, aber er konnte nur individuell arbeiten. „Es ist sehr, sehr schwer, eine Prognose abzugeben, wann er wieder dabei sein kann“, sagte Sportchef Frank Baumann.

Diese Aussage gelte auch für Claudio Pizarro. Der 38-Jährige hat in dieser Saison genauso wie Bargfrede noch keine Minute gespielt, und so gab es bei der Pressekonferenz schon eine Frage nach seinem Abschiedsspiel. Baumann wiegelte erst ab, dass doch noch gar nicht klar sei, wann Pizarro seine Karriere beenden werde, dann bestätigte der Sportchef allerdings: „Claudio wird irgendwann in Bremen sein Abschiedsspiel absolvieren.“ Aber auch ohne Pizarro gibt es aktuell einen echten Star im Team: Serge Gnabry. Der ehemalige U21-Nationalcoach Horst Hrubesch prophezeit dem 21-Jährigen eine ähnliche Entwicklung wie Weltmeister Mesut Özil.

Gnabry fände es super: „Mesut ist ein Vorbild für mich. Ich habe es genossen, mit ihm bei Arsenal zu spielen und mir viel von ihm abgeguckt.“ Ähnlich wie einst Özil mag es Gnabry nicht so sehr, im Rampenlicht zu stehen. „Der Verein steht über allem. Ich bin doch nicht der Einzige auf dem Platz und der Einzige, der Leistung bringt“, betonte der Neuzugang aus London mehrfach. Als er dann auf den am Freitag startenden Bremer Freimarkt angesprochen wurde, schaute Gnabry hilfesuchend zur Seite. „Wie kann man mich hier so bloß stellen, ich kenne mich da noch wenig aus“, meinte Gnabry ein klein bisschen verärgert, doch schnell gab er sich wieder versöhnlich: „Wenn so ein guter Tipp kommt, dann schaue ich mir das wohl mal an.“

Alles zum Freimarkt

Zumal ihm sein erster Monat in Bremen sehr gut gefallen hat. So schwärmte Gnabry: „Ich habe mich sehr gut eingefunden und die Zeit genossen. Ich fühle mich sehr wohl im Verein, das hat man auch auf dem Feld gesehen.“ Und das würden die Fans gerne auch wieder am Samstag gegen Leverkusen sehen.
kni

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