Junuzovic spricht erneut über das „Theater“

Selbstkritik – und Hoffen auf die Fans

Vizekapitän Zlatko Junuzovic (rechts/hier gegen Alejandro Galvez) trainiert wieder in Bremen – ob er bleibt, steht aber nach wie vor nicht fest. - Foto: nph

Bremen - Nein, viel Neues war nicht dabei, als Zlatko Junuzovic gestern vor die versammelte Presse trat und nochmals eindringlich erläuterte, dass er nicht offensiv auf einen Wechsel dränge – dass er aber eben auch nicht versprechen könne, auf jeden Fall zu bleiben und seinen Vertrag bis 2018 zu erfüllen.

Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte Werders Vizekapitän schon tags zuvor ausführlich seine Sicht der Dinge dargelegt. Er habe einige Anfragen abgeblockt, weil sie nicht 100-prozentig passten. Er habe kein Problem mit Trainer Viktor Skripnik. Und er gehe aktuell davon aus, bei Werder zu bleiben – so weit, so bekannt.

Was gestern dazukam, war die Betonung, „ein sehr gutes Gespräch“ mit Skripnik gehabt zu haben. Und ein Schuss Selbstkritik. Als er mit Österreich bei der EM war, sei „sehr viel spekuliert und interpretiert worden“, was seine Zukunft anbelangt. „Vielleicht hätte ich da früher reagieren sollen. Denn hätte es dieses ganzes Theater nicht gegeben“, meinte der 28-Jährige: „Doch nach der EM wollte ich komplett abschalten und den Kopf freikriegen. Das war sehr wichtig.“

Dass er zumindest mit dem Gedanken spielt, den Club zu verlassen (und dies sogar öffentlich von Sportchef Frank Baumann bestätigt wurde), kommt bei den Fans erfahrungsgemäß nicht sonderlich gut an. Junuzovic, nach seiner Vertragsverlängerung im Februar 2015 noch ordentlich vom grün-weißen Anhang abgefeiert, wirbt nun um Verständnis: „Ich weiß nicht, wie es aufgenommen wird – ich hoffe, nicht zu negativ. Jeder weiß, dass ich hier immer 100 Prozent gegeben habe und auch weiterhin geben werde.“

Sollte er bei Werder bleiben, erlebt er – das glaubt er selbst – die nächste Zitterpartie: „Natürlich hoffe ich, dass wir diesmal keine Probleme und so schnell wie möglich 40 Punkte haben“, meinte Junuzovic: „Aber wir müsen uns darauf einstellen, dass es eine harte und schwierige Saison wird.“ - mr

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