Reaktionen nach Skripnik-Aus

Burdenski: „Die Spieler haben jetzt kein Alibi mehr“

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Jürgen L. Born (l.) und Dieter Burdenski (Archivbild)

Der SV Werder hat am Sonntagvormittag die Trennung von Cheftrainer Viktor Skripnik bekannt gegeben, interimsweise übernimmt der bisherige U23-Coach Alexander Nouri. Kreiszeitung.de hat erste Reaktionen gesammelt:

Jürgen L. Born (Ex-Werder-Boss): „Man sollte Viktor für seine aufopferungsvolle Arbeit dankbar sein. Aber ich habe das Gefühl, dass eine Veränderung auf der Trainerposition für unsere sportliche Entwicklung besser ist. Die Lösung Alexander Nouri finde ich sinnvoll. Ich war in dieser Saison schon bei der U23 und von der Spielweise sehr angetan. Er hat jetzt zwei interessante Spiele, um sich zu beweisen. Werder kann ich nur raten, Torsten Frings und vor allem Florian Kohfeldt irgendwie zu behalten. Die darf man nicht gehen lassen, das sind gute Leute.“

Dieter Burdenski (Ex-Werder-Torwart): „Der Trainer ist immer das schwächste Glied, aber nach den Ergebnissen kommt das nicht überraschend. Wenn es wirklich nur am Trainer lag, dann müssen wir die nächsten Spiele ja gewinnen. Die Spieler haben jetzt kein Alibi mehr und müssen beweisen, dass sie die versprochene Qualität haben. Ich kann nicht beurteilen, wer der beste Trainer für Werder wäre. Dazu kenne ich die Mannschaft zu wenig und bin nicht nah genug dran. Aber ich weiß, dass wir keine Trainernot in Deutschland haben. Schade, dass vor dem Spiel in Gladbach die ganze Schuld auf Felix Wiedwald abgeladen und er aus dem Tor genommen wurde. Auch mit Jaroslav Drobny verlierst du, wenn die Mannschaft nicht funktioniert."

Hans Meyer (Präsidiumsmitglied von Borussia Mönchengladbach) bei Sport1: „Es muss irgendwas passiert sein, wenn er (Anm.d.Red.: Viktor Skripnik) den Torwart wechselt. Aber zu sagen, dass es aufgrund des Torwartwechsels in der Mannschaft nicht stimmt, ist ein Witz. Wenn Skripnik an der Außenlinie nicht rumkaspert und Ehrgeiz demonstriert, dann heißt das letztendlich für mich immer noch nicht, dass er es falsch macht. Er hat doch da lange Jahre gespielt. Sie wissen, was er als Trainer zu leisten hat. Er hat im Nachwuchsbereich gearbeitet. Für mich ist das Problem: Wenn man mit ihm verlängert und sich dann nach drei Spieltagen von ihm trennt, ist es für mich eine Gesamtschuld des Clubs.“
kni

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