0:0 beim 1. FC Köln / Schiri gibt Garcia-Treffer nicht

Nullnummer lässt Werder auf Platz 16 abrutschen

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Die Werder-Profis protestieren beim Schiedsrichter - vergebens: Zwayer gibt den Treffer von Garcia nicht.

Köln/Bremen – Das ist ganz bitter! Werder Bremen kommt im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln nicht über ein torloses Remis hinaus – auch weil der Schiedsrichter einem regulären Bremer Treffer die Anerkennung verweigert. Da Eintracht Frankfurt zeitgleich überraschend Borussia Dortmund schlägt, geht Werder als Tabellen-16. ins Saisonfinale am kommenden Samstag.

Die erhoffte vorzeitige Rettung ist ausgeblieben. Werder Bremen muss nach dem 0:0 in Köln weiter um den Klassenerhalt bangen. In der Tabelle rutschen die Grün-Weißen mit nun 35 Punkten auf Relegationsrang 16 ab. Frankfurt ist durch ein 1:0-Erfolg gegen den BVB vorbeigezogen. Das Team von Trainer Viktor Skripnik hat den direkten Klassenerhalt trotzdem weiter in der eigenen Hand – muss dafür im Abstiegs-Showdown am kommenden Samstag aber gegen Frankfurt gewinnen. Tabellen-17. bleibt der VfB Stuttgart. Die Schwaben unterlagen 1:3 gegen Mainz und liegen damit nun zwei Punkte hinter Werder.

Wie erwartet, änderte Skripnik seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Stuttgart nur auf einer Position. Für den verletzten Sambou Yatabare rückte Levin Öztunali ins rechte Mittelfeld der Bremer. Anders als gegen den VfB ließ es Werder in Köln aber zunächst ruhig angehen. Aus einer kontrollierten Defensive heraus, versuchten die Grün-Weißen zum Erfolg zu kommen. Die erste Chance der Partie hatten aber die Gastgeber. Nachdem Fin Bartels im eigenen Strafraum ausgerutscht war, kam Kölns Stürmer Simon Zoller aus spitzem Winkel frei zum Abschluss – Werder-Keeper Felix Wiedwald konnte ohne Probleme parieren (7. Minute). Auf der Gegenseite vergab Jannik Vestergaard nach einem Freistoß von Zlatko Junuzovic die erste Möglichkeit für die Gäste (17.). Der Kopfball des Dänen flog deutlich über den Kasten von FC Keeper Timo Horn.

Wenig später musste Horn dann aber doch hinter sich greifen. Werders Santiago Garcia war nach einer Junuzovic-Ecke am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss gekommen und hatte den Ball trocken im Tor versenkt (25.). Der Jubel der Grün-Weißen währte allerdings nur Sekunden. Schiedsrichter Felix Zwayer gab den Treffer nicht. Der Unparteiische hatte bei der Ecke im Fünfmeterraum ein vermeintliches Foul von Vestergaard an Horn gesehen. Eine klare Fehlentscheidung. Zwischen Vestergaard und dem FC Keeper gab es keine Berührung. Wenn überhaupt eine Behinderung des Torhüters vorlag, kam sie vom eigenen Mann - vom Kölner Anthony Modeste.

Werder ließ sich von dem nicht gegebenen Tor nicht beirren – das Skripnik-Team hatte die Partie im Griff. Einzig im Angriff fehlte es zunächst an der letzten Konsequenz, um zu weiteren Torchancen zu kommen. Bis zur 42. Minute: Vestergaard spielte von Höhe der Mittellinie einen langen Ball in die Spitze auf Junuzovic, der das Spielgerät im Strafraum aus spitzem Winkel per Volley aufs Tor beförderte. Der Ball klatschte an den rechten Außenpfosten und von dort ins Aus. FC-Keeper Horn wäre in der kurzen Ecke allerdings zur Stelle gewesen. Zur Stelle war kurze Zeit später auch Bremens Torhüter Wiedwald. In der Nachspielzeit verhinderte der 26-Jährige mit einer starken Fußabwehr den Rückstand. Modeste war nach einem Konter der Gastgeber am linken Strafraumeck frei zum Abschluss gekommen (45.+1).

Ausgleichende Gerechtigkeit? Zwayer verweigert Köln Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel erwischte der FC den besseren Start, die erste gute Gelegenheit hatte aber Werder: Papy Djilobodyi köpfte den Ball nach einer Junuzovic-Ecke nur Zentimeter über das Tor (58.). Für die Kölner, die besonders im Mittelfeld nun mehr Spielanteile hatten, vergab Bittencourt vier Minuten später die Führung. Wieder war Wiedwald mit einer glänzenden Fußabwehr zur Stelle. Beide Teams lieferten sich in der Folge einen offenen Schlagabtausch – den Scheidsrichter Zwayer in der 71. Minute wieder entscheidend beeinflusste. Diesmal traf Werders Innenverteidiger Djilobodji Kölns Maroh im Strafraum am Knie. Die Bremer hätten sich über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren können – doch der blieb aus.

Skripnik versuchte danach mit der Einwechslung von Anthony Ujah (für Öztunali) und der Taktikumstellung von 4-1-4-1 auf 4-4-2 eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal den Druck auf Köln zu erhöhen. Ein mutiger Zug, der letztlich aber auch nicht die erhofften drei Punkte einbrachte. Am Ende konnten die Grün-Weißen sogar froh sein, überhaupt einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen zu können. Hauptverantwortlich dafür: Felix Wiedwald: In der 71. Minute entschärfte der Keeper einen Volleyhammer von Modeste – und sicherte den Bremern damit das erste Zu-Null-Spiel in dieser Saison überhaupt. In der Nachspielzeit kam Werder dann selbst noch zweimal gefährlich vor das Kölner Tor – beide Male vergab Claudio Pizarro die Chance zum Auswärtssieg. Zudem bitter aus Bremer Sicht: Fin Bartels holte sich wegen Meckerns seine fünfte gelbe Karte ab und fehlt damit im alles entscheidenden Saisonfinale gegen Frankfurt.

Wiedwald hält die Null fest

1. FC Köln - Werder Bremen 0:0
Köln: Horn - Sörensen, Maroh, Mavraj, Heintz - Hector, Gerhardt (46. Vogt) - Risse, Bittencourt (75. Hartel), Zoller (46. Osako) - Modeste. - Trainer: Stöger
Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Vestergaard, Djilobodji, Santiago Garcia (84. Sternberg) - Grillitsch - Öztunali (75. Ujah), Fritz, Junuzovic, Bartels - Pizarro (90.+3 Eggestein). - Trainer: Skripnik
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Maroh (7), Hector (3), Sörensen (5) - Grillitsch (2), Bartels (5)
Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre)
Torschüsse: 9:13
Ecken 8:7
Ballbesitz: 55:45 Prozent

mib

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