Werders Innenverteidiger Moisander

„Bin überzeugt, dass wir die Kurve kriegen“

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Innenverteidiger Niklas Moisander in Aktion.

Bremen - Sein erster Bundesliga-Auftritt im Weserstadion endete mit einer „sehr enttäuschenden Niederlage“. Das 1:2 gegen Mainz mit den späten Gegentoren war „ein Schock“ für Niklas Moisander (30). Doch der Finne hat den schweren Rückschlag inzwischen ganz gut verkraftet – sagt er.

Seine Mitspieler auch – meint er: „Seit Donnerstag sind die Köpfe auf Wolfsburg gerichtet. Wir wollen nicht mehr in die Vergangenheit blicken.“ Der erfahrene Innenverteidiger sah sich in der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 18.30 Uhr) besonders in der Verantwortung. Er wollte dafür sorgen, „die Atmosphäre positiv zu halten. Wir sind in einer schwierigen Situation, aber es darf nicht zu negativ werden. Es ist sehr wichtig, ruhig zu bleiben“.

Moisander, der auch bereits den Anspruch auf den Chefposten in der Bremer Abwehr erhoben hat, versuchte in Gesprächen, die Kollegen verbal zu stärken: „Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft cool genug und sehr fokussiert ist. Wir haben viel Qualität. Und ich bin überzeugt, dass wir die Kurve kriegen.“ Aber, das fügte er mit Blick auf die vier Ligapleiten in Folge und die null Punkte noch an: „Es muss so schnell wie möglich passieren.“ Dass es am Mittwoch gegen Mainz trotz langer Führung nicht passierte, lag auch ein stückweit an ihm. Moisander, eigentlich sehr aufmerksam und souverän, hatte bei beiden Gegentreffern nicht sonderlich gut ausgesehen.

Es schien so, als fehlten dem Neuzugang von Sampdoria Genua, der nach seiner Fuß-OP im Mai in der Sommervorbereitung immer mal wieder ausgesetzt hatte, in der Schlussphase ein wenig Kraft und Konzentration. Einen Fitness-Mangel gibt es jedoch nicht, behauptet Moisander: „Anfang der Saison hatte ich Probleme, aber jetzt nicht mehr. Ich bin bei 100 Prozent und bereit für Wolfsburg.“ Gegen die „Wölfe“ erwartet der Finne eine Menge Arbeit. Vor allem für sich und Nebenmann Lamine Sane. Und vor allem wegen Mario Gomez.

Der Wolfsburger Neuzugang hat in seinen 270 Bundesliga-Minuten für den VfL zwar noch nicht getroffen und zuletzt gegen Dortmund (1:5) einige Hochkaräter ausgelassen – dennoch genießt der deutsche Nationalstürmer beim Bremer eine hohe Wertschätzung: „Gomez ist ein Weltklasse-Stürmer. Egal, wo er war. Er hat eigentlich immer getroffen“, weiß Moisander: „Das wird eine große Aufgabe für unsere Defensive.“ Werder sollte seiner Meinung nach versuchen, den Wolfsburger Neuzugang und deutschen Nationalstürmer möglichst aus dem eigenen Strafraum fernzuhalten – denn: „Er hat besonders im Sechzehner einen richtig guten Abschluss.“
mr

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