Nouri als Dauerlösung? Es kommt auf ihn an

Die Mini-Chance des „Träumers“

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Werders Interimstrainer Alexander Nouri

Bremen - Frank Baumann nennt Alexander Nouri eine Übergangslösung. Der 37-Jährige soll die Mannschaft bei Laune und den Platz auf der Trainerbank warm halten, bis ein neuer Chefcoach für Werder Bremen gefunden ist.

Das ist das Modell, wie es jetzt, wenige Tage nach der Beurlaubung von Viktor Skripnik gilt. Offiziell. Doch in Baumanns Hinterkopf gibt es offenbar auch Gedanken, langfristig mit Nouri weiterzuarbeiten. Wenn er seine Sache gut macht. Auf die Frage, wie lange das Interimsgespann Thomas Wolter/Frank Bender als Nouri-Vertreter die U23 führen soll, rutschte Baumann eine verräterische Antwort heraus. „Wie lange, das liegt ja auch an Alex“, sagte der Sportchef und gab damit zu erkennen: Nouri hat eine Chance bei ihm, er muss sie nur nutzen.

Von der Interims- zur Dauerlösung – ausgeschlossen ist das nicht. Alexander Nouri bekommt strahlende Augen, wenn er die Möglichkeit gedanklich durchspielt. Offen spricht er über seine Ambitionen, die ganz klar in Richtung Bundesliga gehen. „Ich muss zugeben, ich bin ein Stück weit ein Träumer. Es ist diese Phantasie, die mich antreibt. Wenn du diesen Traum nicht hegst, wird es schwer in deinem Beruf“, sagt er. Was aber nicht bedeutet, dass alles, was er fortan macht, nur darauf ausgerichtet ist, sich den Job zu sichern. Das wäre einfach nicht Nouri-like, wie der ehemalige Jugendnationalspieler beteuert: „Ich will jetzt einfach nur den Moment genießen.“

Werder-Training am Montag

Ob nach diesem Moment, der Bundesliga heißt, die Rückkehr zur U23 und in die dritte Liga steht, „das wird man sehen“, so Nouri, für den der Trainer-Beruf „Leidenschaft und Liebe“ ist. Mit dieser Leidenschaft und dieser Liebe will er Werder am Mittwoch zum Erfolgserlebnis gegen Mainz 05 führen. Es ist seine erste Chance – die zweite folgt am Samstag gegen den VfL Wolfsburg – wahrscheinlich jedenfalls. Frank Baumann gibt eine Garantie erstmal nur für Mittwoch.

„Wie viele Spiele dann noch folgen, kann ich noch nicht sagen“, erklärt der Sportchef, fügt aber an: „Es ist wahrscheinlich, dass Alex die Mannschaft auch am Samstag ins Stadion führt.“ Und im Grunde ist dann alles ganz einfach: Mit Siegen vergrößert er seine Chance, am Ende DIE Trainer-Lösung für Werder zu sein. Ohne Siege geht es irgendwann wohl zurück in die U23.
csa

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