Manneh hat noch viel vor

Bremen - Ousman Manneh ging auf Nummer sicher und sprach lieber Englisch. Die zahlreichen Kameras im Medienraum des Weserstadions hatten ihn dann doch etwas beeindruckt. Dabei kann der Stürmer aus Gambia nach zwei Jahren in Bremen schon sehr gut Deutsch.

Und er weiß auch genau, was er (sagen) will. „Ich möchte einer der besten Stürmer der Welt werden“, erzählte der 19-Jährige nach seinem dritten Bundesliga-Einsatz und seinem ersten Scorerpunkt beim 2:2 gegen Darmstadt. Seine Vorbilder seien Zlatan Ibrahimovic und Robin van Persie. Das klingt schon ein bisschen abgehoben, soll es aber gar nicht sein. Denn Manneh hat schon immer so groß gedacht. Er brauchte es quasi, um seine schwierige Flucht nach Deutschland zu überstehen. Und Werder-Sportchef Frank Baumann findet „es nicht verkehrt, wenn man sich hohe Ziele setzt. Entscheidend ist, was man dann dafür tut. Und Ousman tut wirklich viel dafür – mehr als andere.“

Sein Aufenthalt in Deutschland ist mindestens für die Vertragsdauer (bis 2018) gesichert. Gerne würde er seine Mutter und seine Schwestern nachholen. Im Moment tröstet er sich mit Anrufen bei der Mama – und natürlich mit Fußball: „Die Bundesliga – das ist der größte Traum meines Lebens.“ 

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