Werder Bremen gegen den Hamburger SV

Liveticker: Müller erhöht auf 3:1 für den HSV

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Hamburgs Johan Djourou (l) und Bremens Anthony Ujah kämpfen um den Ball.

Bremen - Von Marc Stehr. Nicolai Müller erhöht für den Hamburger SV im Nordderby gegen Werder Bremen auf 3:1. Zuvor hatten Ivo Ilicevic und Michael Gregoritsch für die Gäste und Anthony Ujah für Bremen getroffen.

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Im Nordderby geht es traditionell neben drei Punkten auch um jede Menge Prestige. Während die Gastgeber aus Bremen mal wieder im Abstiegskampf stecken, reisen die Hamburger mit breiter Brust, aber argen Personalproblemen zum 103. Duell an.

„Man kann noch tiefer fallen, aber man kann sich auch rehabilitieren“, beurteilte Werder-Coach Viktor Skripnik die Ausgangssituation vor der heutigen Partie. Das blamable 0:6 in Wolfsburg soll nur ein Ausrutscher bleiben – mit dem HSV, Stuttgart, Köln und Frankfurt haben die Grün-Weißen bis zur Winterpause Gegner, mit denen man zumindest auf dem Papier auf Augenhöhe ist. Mit einem Heimsieg könnte Werder bis auf zwei Punkte an den ewigen Rivalen aus Hamburg heranrücken und sich etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen.

Ob Skripnik bereit ist, seine Mannschaft offensiver aufzustellen, ließ der Werder-Trainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag offen. Möglich ist aber, dass der Ukrainer von seinem defensiven 4-1-4-1-System abweicht und mit Anthony Ujah und Claudio Pizarro eine Doppelspitze installiert. Insbesondere der Einsatz von Pizarro könnte sich rentieren, trifft der 37-Jährige doch auf seinen Lieblingsgegner: 19 seiner 177 Bundesliga-Treffer erzielte Pizarro gegen den HSV – und das in „nur“ 24 Partien.

Auch die Abwehr könnte umgekrempelt werden: Assani Lukimya könnte für den Unglücksraben Alejandro Galvez (Eigentor in Wolfsburg) neben Vestergaard in die Innenverteidigung rücken. Zudem kehrt Theodor Gebre Selassie nach überstandener Gehirnerschütterung wohl zurück auf die Rechtsverteidigerposition, um anstelle von Luca Zander die Hamburger Angriffe abzuwehren.

Der Gast von der Elbe hat sich mit dem überraschenden 3:1-Erfolg über Dortmund vorerst im gesicherten Mittelfeld etabliert. Mit Emir Spahic, Dennis Diekmeier, Albin Ekdal, Gojko Kacar und Aaron Hunt fallen allerdings gleich fünf Stammspieler sicher aus. Für Trainer Bruno Labbadia ist dies jedoch kein Grund zu jammern: „Wir werden die Ärmel hochkrempeln und uns bestmöglich auf das Spiel einstellen.“ Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf den formstarken Torjäger Pierre-Michel Lasogga, dessen Einsatz aufgrund eines Magen-Darm-Infekts jedoch fraglich ist. Sein Ausfall wäre umso bitterer, als der 23-Jährige mit sechs Saisontreffern treffsicherster Akteur der äußerst sparsamen Offensive ist (erst 14 Treffer).

Im Hinblick auf das Derby weist Labbadia des Tabellen-Zehnten die Favoritenrolle von sich: „Die Ergebnisse vom vergangenen Spieltag spielen um 15.30 Uhr keine Rolle mehr. Wir müssen eine Top-Leistung bringen und Werder alles abverlangen.“ Zwar liegt Werder in dieser Saison in der Heimtabelle mit nur einem Sieg auf dem letzten Platz, doch die Nordderbys im Weserstadion endeten aus Bremer Sicht überwiegend erfreulich. Von 51 Aufeinandertreffen gewann Werder 26, bei 16 Remis und neun Hamburger Erfolgen. Dementsprechend motiviert gibt sich auch Skripnik: „Wir wollen richtig Gas geben, clever sein und wieder das Werder-Bremen-Gesicht zeigen.“

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