„Spiele gerne gegen solche Stürmer, solche Gegner“

Sane: Keine Angst vor Lewandowski und den Bayern

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Werder-Profi Lamine Sane

Bremen - Wie man gegen die Bayern gewinnt, das weiß Lamine Sane. Werders Innenverteidiger hat die Münchner mit seinem alten Verein Girondins Bordeaux bereits zweimal geschlagen. Ob am Freitag ein weiterer Erfolg dazu kommt? Die Chancen dafür sind nicht gerade groß. Sane glaubt trotzdem daran: „Man muss im Fußball immer positiv bleiben - wir werden da hinfahren und unser Bestes geben“, so der 29-Jährige.

Viel Erfahrung aus seinen beiden Siegen gegen die Bayern wird Sane dabei allerdings nicht mit einbringen können. Zum einen, weil die beiden Erfolge schon etwas zurückliegen – in der Champions-League-Gruppenphase 2009/2010 war das damals, 2:1 und 2:0 setzte sich der Senegalese mit Bordeaux durch. Und zum anderen, weil Sane zwar beide Male im Kader stand, aber nur beim 2:0 in München für sechs Minuten in der Schlussphase zum Einsatz kam.

Am Freitag dürfte er da deutlich mehr Spielzeit bekommen, vermutlich wird Sane in der Startelf stehen. Im direkten Duell könnte ihm dann Bayerns Top-Torjäger Robert Lewandowski gegenüberstehen. Eine Aufgabe, der Sane zwar mit Respekt entgegentritt, aber ohne Angst. „Ich werde nicht eingeschüchtert sein von der Anwesenheit eines Robert Lewandowskis. Letztlich ist er auch nur ein Gegner wie jeder andere“, sagt Sane, um anzufügen: „Er hat auch nur zwei Arme und zwei Beine, die habe ich auch. So groß sind die Unterschiede vielleicht dann doch nicht. Ich werde versuchen, dass er keine Tore schießt.“

Im Pokal gegen Lotte hat das mit dem Toreverhindern nicht wirklich gut geklappt. Bei der 1:2-Blamage machten Sane und Niklas Moisander in der Innenverteidigung alles andere als einen sicheren Eindruck. „Es war insgesamt etwas unausgeglichen, etwas durcheinander. Die Mannschaft hat nicht so gestanden, wie sie hätte stehen sollen“, so Sane, der aber glaubt, dass es gegen den Rekordmeister schon besser aussehen wird: „Wir haben die Schwachpunkte besprochen, haben sie analysiert. Ich denke, dass wir im Spiel gegen die Bayern kompakter und besser organisiert auftreten werden.“

Nur Torhüter und Caldirola auf dem Trainingsplatz

Auch was die Abstimmung mit Abwehrpartner Moisander angeht, glaubt Sane an schnelle Besserung. „Ich bin mir sicher, dass es gar nicht so lange dauern wird, bis wir unsere gemeinsame Spielweise, unsere Abstimmung perfekt gemacht haben.“ Kollege Moisander ist da etwas vorsichtiger. Zumal es bei ihm selbst, alles andere als gut läuft. „Ich habe noch viel zu tun“, gesteht der 30-Jährige, der wegen einer Fußoperation erst etwas später in die Vorbereitung eingestiegen war. Sane kam noch später zum SV Werder. Auch deshalb sagt Moisander: „Wir brauchen noch Zeit, müssen uns noch aneinander gewöhnen.“ Kommunikationsprobleme soll es zwischen dem Finnen und dem Senegalesen aber nicht geben. „Wir können doch beide gut Englisch“, betont Moisander.

Trainer Viktor Skripnik vertraut dem Duo – trotz des schwachen Auftritts in Lotte. „Niklas ist der Mann, der uns stabilisieren kann“, behauptet der Ukrainer. Damit will er auch erklären, warum Luca Caldirola für Moisander nur auf der Bank gesessen hatte. Dabei war der Rückkehrer aus Darmstadt in der Vorbereitung vor allem auch körperlich besser gewesen als der Finne. „Nach dem Spiel kann man immer schlau reden“, findet Skripnik: „Sane und Moisander hatten im Test gegen Ingolstadt einen guten Eindruck gemacht. Es gab keinen Grund etwas zu ändern.“

In München dürften sie wieder gemeinsam verteidigen – und Sane kann die Partie kaum erwarten: „Ich spiele gern gegen solche Gegner, gegen solche Stürmer. Am Liebsten würde ich das jedes Wochenende machen, weil man davon selbst besser wird.“ Mal schauen, ob der Abwehrspieler das hinterher auch noch sagt.
mib/kni

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