Max Kruse zurück in Bremen

„Will den Spaß am Fußball wiederfinden"

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Max Kruse bei seiner Präsentation am Mittwoch

Bremen - Max Kruse ist zurück an alter Wirkungsstätte: Am Mittwoch wurde der Angreifer, der bereits zwischen 2006 und 2009 für Werder gespielt hat, in Bremen präsentiert. „Ich bin hier, um erfolgreich Fußball zu spielen und um mit Werder Ziele zu erreichen", sagte der 28-Jährige.

Hinter Kruse, der vom VfL Wolfsburg nach Bremen gewechselt ist, liegt dabei ein turbulentes Jahr. Daran möchte er aber gar nicht mehr denken. Kruse hofft bei Werder den Fokus wieder voll auf den Sport legen zu können: „Ich will den Spaß am Fußball wiederfinden“, sagte der Stürmer, der sich über gute Leistungen bei den Grün-Weißen auch wieder in den Kreis der Nationalmannschaft spielen will. „Jeder, der bereits in der Nationalelf gespielt hat, will da wieder zurück. Aber es ist die Entscheidung des Trainers. Ich kann nur Leistung zeigen und mich anbieten.“

Leistung, die Kruse unbedingt in Deutschland zeigen will. „Natürlich hätte ich ins Ausland gehen können. Aber warum soll ich mich verstecken, warum soll ich weglaufen?", fragte der 28-Jährige, um anzufügen, dass er sich zwar schon mit dem Gedanken beschäftigt habe, letztlich die Entscheidung aber klar dagegen gefallen sei: „Weglaufen ist keine Option für mich.“

Werder-Zugänge zur Saison 2016/2017

Bei den Bremern bekommt Kruse die Nummer zehn - seine Lieblingsnummer, die er schon zu seinen Anfangszeiten bei Werder II getragen hat. Dass Kruse neben dem Platz für negative Schlagzeilen sorgen könnte, wie in der vergangenen Saison in Wolfsburg geschehen, bereitet Sportchef Frank Baumann kein Kopfzerbrechen: „Max ist ein Typ, der Spaß am Leben hat, das ist nichts Schlimmes. Ich habe überhaupt keine Bedenken, dass da Sachen passieren, die für uns als Verein problematisch sind. Wir nehmen Max so wie er ist.“

Kruse sei ein ganz wichtiger Transfer für Werder, auch um „Aufbruchsstimmung im Umfeld und in der Mannschaft zu erzeugen“, so Baumann weiter. Der 28-Jährige, der in der Offensive auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann, verleiht dem Bremer Angriffsspiel zudem eine größere Flexibilität. Baumann ließ durchblicken, dass die Grün-Weißen in der kommenden Spielzeit nicht allein auf ein System mit einem Stürmer festgelegt sein werden. Es werde mit dem Kader mehrere Möglichkeiten geben - zum Beispiel auch mit zwei Stürmern zu spielen, führte der Sportchef aus.
mib

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