Wechsel zu Union Berlin perfekt

Felix Kroos kündigt schon Rückkehr an

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Felix Kroos (r.)

Bremen/Berlin - Von Björn Knips. Das Kapitel Werder hat er beendet, das Kapitel Bremen nicht. Felix Kroos will nach seiner Karriere unbedingt in die Hansestadt zurückkehren. „Bremen ist meine zweite Heimat geworden. Hier habe ich meine Freundin kennengelernt. Irgendwann werden wir wieder hier sein, das haben wir uns fest vorgenommen“, sagt der 25-Jährige, der in Greifswald aufgewachsen ist.

Seine Zukunft liegt aber zunächst in Berlin, beim 1. FC Union. Seit Januar spielt er schon für den Zweitligisten. Nun wurde aus dem Leihgeschäft eine dauerhafte Verpflichtung. Union bezahlt eine geschätzte Ablöse von 500.000 Euro für den Mittelfeldspieler, der bei den Berlinern einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2019 unterzeichnet hat. Bei Werder stand Kroos eigentlich noch ein Jahr unter Vertrag, doch eine Rückkehr zu den Grün-Weißen war ausgeschlossen. Vor allem wegen Trainer Viktor Skripnik. Das hatte Kroos schon vor Wochen betont. „Es hat nicht gepasst“, sagt er nun und belässt es dabei: „Das ist abgehakt.“

Dass Werder ihn nach sechs Jahren nicht mehr wollte, sei zwar schade, „aber deswegen bin ich nicht sauer. Es hat sich eben irgendwann im Verein eine Meinung zu mir festgesetzt, die sich nicht mehr ändern ließ“. Der Vorwurf: Der kleine Bruder von Weltmeister Toni Kroos (14 Monate älter) habe nicht den nötigen Biss, würde sich zu sehr auf seinem Talent ausruhen. „Da muss ich mir als erstes an die eigene Nase fassen, wenn so etwas gesagt wird“, gibt sich Kroos selbstkritisch: „Aber ich habe wirklich versucht, da entgegenzuwirken. Leider hat es nicht geklappt.“

2010 war Kroos von Hansa Rostock an die Weser gewechselt – und feierte am 28. November sein Bundesliga-Debüt. Mit erst 19 Jahren. Es folgten 64 weitere Bundesliga-Spiele mit einem Tor. Und ein Champions-League-Einsatz (2010 gegen Tottenham). Doch zum Stammspieler reichte es für den Sechser nie. Das lag auch an Philipp Bargfrede, der stets den Vorzug bekam. Trotzdem wurden sie Freunde. „Er muss jetzt ohne mich golfen“, sagt Kroos, lacht zunächst und wird dann doch etwas wehmütig: „Es tut schon weh. Es war eine tolle Zeit, hier bin ich erwachsen geworden. Ich fühle mich mit Bremen sehr verbunden.“

Jetzt freut er sich auf Berlin. „Union hat Potenzial, will nach oben. Es muss nicht unbedingt sofort sein. Aber deshalb habe ich ja auch für drei Jahre unterschrieben“, erklärt der Mittelfeldspieler und schwärmt: „Ich spüre hier großes Vertrauen, das tut gut.“ Natürlich könne der Wechsel in die Zweite Liga als Rückschritt bezeichnet werden, „aber man muss sich auch wohlfühlen“. Diese Gefühl hätten ihm die interessierten Erstligisten nicht gegeben. Also geht es jetzt in Berlin weiter – und dann irgendwann zurück nach Bremen.

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