Werder plant das neue Jahr: Klare Zuordnung zu den Profis und zur U23

Jetzt wird getrennt

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Es gibt viel zu besprechen: Allerdings treffen sich dazu (von links) Florian Kohfeldt, Viktor Skripnik, Thomas Eichin und Torsten Frings aktuell nicht auf dem Trainingsplatz, sondern in den Katakomben des Weserstadions – oder sie telefonieren.

Bremen - Von Björn Knips. Erst ein Telefonat mit Coach Viktor Skripnik, dann ein Treffen mit Co-Trainer Florian Kohfeldt – und zwischendurch Medienarbeit: Werder-Sportchef Thomas Eichin ist auch nach Ende der Hinrunde noch schwer beschäftigt und wird das auch bleiben. Nur an Heiligabend und den beiden Weihnachtstagen „machen wir mal Pause“, sagt Eichin. Erste Entscheidungen sind dabei schon getroffen. Die wichtigste: Die Profi-Mannschaft und das U23-Team in der Dritten Liga werden deutlich voneinander getrennt.

„Es werden zum Trainingsauftakt ganz klar zwei Mannschaften definiert, die dann die Mammutaufgabe Klassenerhalt angehen“, sagt Eichin. Das bedeutet, dass einige Talente künftig nicht mehr mit den Profis trainieren. Namen will Eichin noch nicht nennen. Aber es dürfte wohl Levent Aycicek, Marnon Busch und Julian von Haacke treffen, die ohnehin als Ausleihkandidaten gelten. Mateo Pavlovic und Martin Kobylanski sollen nach Möglichkeit verkauft werden.

„Wir haben einiges zu tun“, sagt Eichin, will sich dabei aber nicht in die Karten schauen lassen. Der Sportchef verrät nur so viel: „Ja, wir wollen den einen oder anderen Spieler abgeben.“ Erst, wenn das funktioniert hat und dadurch finanzielle Mittel frei werden, könnte auch in die andere Richtung etwas passieren. „Wenn wir im Januar sehen, dass uns irgendwo der Schuh drückt, dann packen wir das an. Aber dann werden wir eher mit wenig Geld in die Tiefe des Kaders investieren“, betont Eichin. Eigenlich schließt er damit einen namhaften Neuzugang, also eine echte Verstärkung aus. Denn so ein Spieler kostet Geld, viel Geld. Wie zum Beispiel ein Jonas Hofmann, der den BVB wegen zu geringer Einsatzzeiten verlassen will. Eine weitere Ausleihe ist für den 23-jährigen Rechtsaußen nach seiner Zeit in Mainz vergangene Saison eigentlich kein Thema. Als Ablöse sind drei Millionen Euro im Gespräch. Mit Borussia Mönchengladbach hat er bereits gesprochen. Alles Faktoren, die Werder als chancenlos aussehen lassen – eigentlich. Denn eine Mini-Chance bleibt: Hofmann wird überzeugt, dass er in Bremen mehr spielt als in Mönchengladbach, und dem Profi und seinem Club wird ein Leihgeschäft schmackhaft gemacht.

So eine Lösung müsste auch bei Sebastian Rudy her, ist aber noch unwahrscheinlicher. Der Nationalspieler war bei 1899 Hoffenheim zuletzt aufs Abstellgleis geraten, damit schien seine EM-Teilnahme in Gefahr. Das hätte Werders Chance sein können. Doch der 25-Jährige kehrte am letzten Spieltag in die Startelf zurück – sogar als Kapitän. Es wäre schon kurios, wenn Hoffenheim ihn leihweise zu einem Abstiegskonkurrenten ziehen lassen würde. Werder hätte jedenfalls nichts dagegen. Rudy gilt als Wunschspieler. Nur zu gerne würde sich der Club auf der Position des Sechser, Achters oder auch des Zehners verstärken. Aber ohne viel Geld ist das fast ausgeschlossen.

Die Tabellennachbarn reißen dagegen den Geldbeutel weit auf. Eintracht Frankfurt, Hannover 96 und Hoffenheim wollen Millionen für neue Spieler ausgeben, um so den Klassenerhalt zu schaffen. Eichin lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Viele neue Spieler müssten auch erst einmal integriert werden, mahnt der Ex-Profi. Er setzt darauf, dass die Mannschaft eingespielt ist und einen guten Teamgeist hat. Deshalb legt er sich auch fest: „Wir werden den Klassenerhalt schaffen.“

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