Werder nur 1:1 bei St. Pauli / Wiedwald patzt

Johannsson verhindert Pleite

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Aron Johannsson (r.) im Zweikampf mit Christopher Avevor

Hamburg - Nur ein Unentschieden beim Tabellenletzten der Zweiten Liga – aber Werder-Trainer Alexander Nouri wollte hinterher nicht zu kritisch klingen und sagte nach dem 1:1 (0:1) im Testspiel beim FC St. Pauli: „Wir haben das eine oder andere Geschenk verteilt und hätten manchmal konsequenter verteidigen müssen. Aber insgesamt war es ein guter Test gegen einen gut organisierten Gegner.“

Schließlich sei es vor allem darum gegangen, in der Länderspielpause „den Rhythmus zu behalten“. Und darum, die Reservisten der Vorwochen zu testen. Weil Werder insgesamt 14 Nationalspieler fehlten, hatte Nouri nur einen Rumpfkader zur Verfügung – und die Gelegenheit, auch mal Spieler unter Wettkampfbedingungen zu sehen, die zuletzt nicht viel oder gar nicht gespielt hatten. Wie Keeper Felix Wiedwald. Oder Florian Kainz. Oder Lukas Fröde. Und natürlich Santiago Garcia, der – wie angekündigt – nach über zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback auf der linken Abwehrseite gab. Zudem feierte Mohamed Aidara sein Debüt bei den Profis. Von Beginn an ran durften an ehemaliger Wirkungsstätte auch Lennart Thy und Fin Bartels. Max Kruse, der dritte Bremer mit einer Vergangenheit beim Kiez-Club, saß verletzt auf der Tribüne.

Im Millerntorstadion, in dem sich am Vormittag noch die deutsche Nationalmannschaft auf das Länderspiel morgen in Hamburg gegen Tschechien vorbereitet hatte, bekamen die 6 727 Fans zunächst null Spektakel geboten. Wobei das Zweitliga-Schlusslicht anfangs sogar noch den etwas gefälligeren Fußball zeigte als der Erstliga-15. Werder. Die besseren Chancen hatten dann aber erst mal die Bremer, Thy und Aron Johannsson (beide 32.) scheiterten an Pauli-Keeper Philipp Heerwagen. Auf der anderen Seite ließ Wiedwald den Ball bei seinem Comeback nach einem Flachschuss von Maurice Litka unterm Körper durchrutschen – 1:0 für die Hausherren (38.).

Werder remis St. Pauli

Wiedwald wird in den kommenden Wochen wohl wieder Werders Nummer eins sein, weil sich Jaroslav Drobny bei der tschechischen Nationalmannschaft an der Hand verletzt hatte. Der 36-Jährige, der gestern mit der tschechischen Nationalmannschaft in Hamburg ankam und dann mit Werder zurück nach Bremen reiste, wird heute genauer untersucht. „Das wollen wir abwarten, es gibt noch keinen neuen Stand“, sagte Nouri. Ein Gips zierte gestern jedenfalls Drobnys linke Hand.

Sein Vertreter Wiedwald hatte aber auch noch einen guten Moment. Nach der Pause parierte er stark gegen Marvin Duksch (60.), ehe er Platz machte für Michael Zetterer. Pech hatte Kainz, der bei seinem Freistoß nur den Pfosten traf und das 1:1 knapp verpasste (63.). Das erzielte dann Johannsson (83.) nach schöner Freistoß-Kombination über Maximilian Eggestein und Luca Zander. Insgesamt, das muss man sagen, hat sich aber kein Bremer richtig aufgedrängt.

St. Pauli hatte übrigens vor dem Anpfiff mit einem ungewöhnlichen Spielberichtsbogen überrascht. Alle Profis und auch Trainer Ewald Lienen trugen darauf den Nachnamen Naki – und so wurde es auch später durchs Stadionmikrofon durchgesagt. Es sollte „eine kleine Geste der Solidarität“ mit dem ehemaligen Pauli-Spieler Deniz Naki sein, der in der Türkei von der Staatsanwaltschaft wegen vermeintlicher Terror-Propaganda (für die PKK) angeklagt wurde.

Werder: Wiedwald (63. Zetterer), Bauer (46. Zander), Sane (46. Verlaat), Fröde, S. Garcia, Aidara (63. Sternberg), Fritz (46. M. Eggestein), Kainz (74. Jacobsen), Bartels, Thy (63. Manneh), Johannsson

mr

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