Saisonstart beim FC Bayern

Werder - ein gern gesehener Gast in der Allianz Arena

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Hier im Duell: Sambou Yatabare (l.) und David Alaba

Bremen/München – Endlich geht es wieder los. Am Freitagabend tritt Werder Bremen um 20.30 Uhr zum Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2016/17 beim FC Bayern an. Nach der Pokalpleite in Lotte ist das Team von Viktor Skripnik in der Pflicht. In den vergangenen fünf Pflichtspielen in der Allianz Arena konnten die Grün-Weißen allerdings nichts holen. Schlimmer noch: Werder bekam fast immer ordentlich auf die Mütze. Ein Überblick über die vergangenen fünf Werder-Partien in München (Bundesliga und Pokal):

Bundesligasaison 2012/13 | 23. Spieltag 6:1 (2:0)

25 Minuten blieb Werder-Keeper Sebastian Mielitz ohne Gegentreffer, ehe es zum ersten Mal klingelte. Arjen Robben eröffnete das Torfestival der Münchner. Javi Martinez erhöhte nur kurz darauf auf 2:0. Und dann flog auch noch Werders Abwehrchef Sebastian Prödl wegen einer Notbremse vom Platz. Die Bayern hatten nun noch leichteres Spiel - und bekamen weitere Bremer Hilfe: Theodor Gebre Selassie beförderte die Kugel ins eigene Netz. Mario Gomez (Doppelpack) und Franck Ribery markierten die Treffer vier, fünf und sechs für die Bayern. Dazwischen hatte Kevin De Brunye für ein ganz bisschen Ergebniskosmetik gesorgt. Der 6:1-Sieg passte zur perfekten Saison der Münchner, die das Triple holten.

Bundesligasaison 2013/14 | 32. Spieltag 5:2 (1:2)

Vor dem drittletzten Spieltag hatte Bremen in der Allianz Arena nur wenig zu verlieren, der Klassenerhalt war quasi schon perfekt. Bremen spielte frei auf, kaufte den Bayern sogar zwischenzeitlich den Schneid ab. Zumindest in der ersten Halbzeit. Der Lohn: Das 1:0 durch Theodor Gebre Selassie. Franck Ribery glich zwar aus, doch Aaron Hunt gelang die erneute Führung. Er hatte Jerome Boateng geschickt ins Leere laufen lassen und dann eingeschoben. Doch nach der Pause drehte ausgerechnet Claudio Pizarro die Partie. Sein Doppelpack brachte den Gastgeber auf die Siegerstraße. Bastian Schweinsteiger baute die Führung per Kopfball aus und Arjen Robben setzte den Schlusspunkt.

Bundesligasaison 2014/15 | 8. Spieltag 6:0 (4:0)

Werder kam als Tabellenletzter zum Rekordmeister, der natürlich ganz oben stand. Bei der Konstellation sollte es auch bleiben. 20 Minuten lang hielt das Bremer Bollwerk, ließ keine Chance zu. Doch Philipp Lahm brach den Bann. Es folgte ein erneuter Werder-Untergang in München. Schlitzohr Xavi Alonso legte per direktem Freistoß nach und schoss den Ball unter Bremens Mauer hindurch. Thomas Müller und WM-Held Mario Götze machten mit ihren jeweiligen Treffern schon in der ersten Halbzeit den Deckel drauf. Die Bayern hatten das Spiel komplett im Griff, so dass die weiteren Tore von Lahm und Götze zwangsläufig fielen. „Gekrönt“ wurde der schwarze Tag aus Bremer Sicht durch einen unrühmlichen Rekord: Die Grün-Weißen hatten nicht einmal aufs Tor geschossen. Das war noch keiner Mannschaft gelungen – und dafür gab es jede Menge Hohn und Spott.

Bundesligasaison 2015/16 | 26. Spieltag 5:0 (2:0)

Ein Spiel für die Geschichtsbücher: Nicht die Partie selbst, sondern eigentlich das Vorspiel. Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic hatten sich am Spieltag zuvor absichtlich die zehnte bzw. fünfte Gelbe Karte abgeholt, um die Sperre gegen die übermächtigen Bayern absitzen zu können. Im Abstiegskampf keine schlechte Idee. Doch Junuzovic verriet seinen Plan – und musste mit Fritz vors DFB-Sportgericht. 20 000 Euro mussten die beiden Profis für ihre Unsportlichkeit jeweils berappen. Ein Mitwirken wäre vielleicht die größere Strafe gewesen. Denn wieder gab es ein Debakel. Dabei hatte Trainer Viktor Skripnik extra eine Fünferkette aufgeboten. Doch lange hielt die Abwehrreihe Bayerns Offensivfußball nicht stand. Thiago Alcantara brach den Bann bereits nach neun Minuten. Thomas Müller staubte nach einem Sololauf von Kingsley Coman in artistischer Lage zum 2:0 ab und ließ Werders Schlussmann Felix Wiedwald auch beim 3:0 keine Chance. Bremen kam kaum noch aus der eigenen Hälfte raus. Zwischenzeitlich hatte Bayerns Kapitän Lahm fast doppelt so viele erfolgreiche Pässe gespielt wie das gesamte Team von der Weser. Werder fand zu keinem Zeitpunkt richtig in die Partie, Bayern kontrollierte weiter das Spielgeschehen und spielte die Grün-Weißen an die Wand. Robert Lewandowski und nochmals Thiago trafen kurz vor Schluss zum 5:0-Endstand, ehe der ersehnte Schlusspfiff für die Bremer ertönte.

DFB-Pokal 2015/16 | Halbfinale 2:0 (1:0)

Im Pokal zeigten die Werderaner nur wenige Wochen später ein völlig anderes Gesicht als in der Liga. Zwar kontrollierten die Bayern das Spielgeschehen, die Bremer Defensive stand jedoch sicher. Aber dann geschah es doch: Thomas Müller erzielte die Führung nach einer halben Stunde per Kopf. Werder ging „nur“ mit einem Gegentreffer in die Pause. Die Bayern kamen deutlich besser aus der Kabine und spielten weiter munter nach vorne. Doch auch Bremen fand von Minute zu Minute besser ins Spiel und drückte ab der 60 Minute auf den Ausgleich. Tatsächlich zappelte der Ball sogar im Tor von Manuel Neuer. Schiedsrichter Tobias Stieler entschied allerdings auf Stürmerfoul von Fin Bartels. Alaba hatte den Ball über Neuer hinweg ins eigene Tor geschossen. In der 70 Minute ging Arturo Vidal durch eine schauspielerische Einlage im Bremer Sechzehner zu Fall. Stieler zeigte auf den Punkt – eine Fehlentscheidung! Torjäger Müller war es egal, er schnappte sich die Kugel und verwandelte den schmeichelhaften Strafstoß eiskalt. Für Bremen war es der Knackpunkt der Partie und das bittere Aus im Pokal.

kso

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