Djilobodji „keine Option“ als Nachfolger

Galvez wird kein König und will weg

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Alejandro Galvez

Zell am Ziller - Er hätte den Ball ohne Probleme zum Nebenmann spielen können, doch Alejandro Galvez bolzte die Kugel im Test gegen Huddersfield Town lieber planlos nach vorne. Als wäre es ihm egal. Und mittlerweile steht fest: Werder ist ihm egal, der Spanier will weg.

Sportchef Frank Baumann bestätigt das – und auch ein erstes Angebot eines spanischen Clubs: „Aber das ist nicht so, wie wir es uns vorstellen.“ Über zwei Millionen Euro Ablösesumme sollen es schon sein für einen Galvez-Transfer. „Wir werden ihn nicht verschenken“, gibt Baumann schon mal den unnachgiebigen Verhandlungspartner und spricht passend dazu von weiteren Interessenten. Das konkrete Angebot für den 27-Jährigen dürfte vom FC Granada vorliegen. Der Erstligist aus Galvez’ Heimatort ist schon lange heiß auf den Innenverteidiger, der vor einigen Wochen in seinem Urlaub vor Ort ebenfalls mit einer Rückkehr geliebäugelt hat. Von einer Einigung mit Granada soll er nach Informationen dieser Zeitung aber noch weit entfernt sein. Im Rennen ist offenbar auch Betis Sevilla, Werders nächster Testspielgegner am Freitag in Dresden.

Baumann lässt sich dabei nicht in die Karten blicken. Dafür erklärt er ausführlich, warum eine Trennung von Galvez, der vor zwei Jahren ablösefrei von Rayo Vallecano gekommen war, wahrscheinlich ist. „Der Spieler ist zu uns gekommen und wünschte sich eine größere Sicherheit auf mehr Einsatzzeiten. Die sieht er bei uns nicht, obwohl wir gesagt haben, dass der Kampf um die Plätze in der Innenverteidigung offen ist“, berichtete Baumann – und Trainer Viktor Skripnik ergänzte: „Bei mir ist keiner der König.“ Weder den beiden Neuzugängen Niklas Moisander (Sampdoria Genua) und Fallou Diagne (Stade Rennes) noch Rückkehrer Luca Caldirola (Darmstadt 98) hätte er zugesagt, dass sie definitiv im Abwehrzentrum spielen werden.

Galvez wollte dieses Versprechen, bekam es nicht – und äußerte danach seinen Wechselwunsch. „Wir haben vereinbart, dass wir bei Angeboten für ihn sprechen werden“, berichtete Baumann. Der Vertrag von Galvez läuft noch ein Jahr. Echter Stammspieler war der Spanier in seinen drei Jahren nie. Er brachte keine Konstanz in seine Leistungen und wurde immer unzuverlässiger. Im Trainingslager war deutlich zu sehen, dass Moisander und Caldirola im Moment im Kampf um die beiden Plätze in der Innenverteidigung die Nase vorne haben. Auch Diagne hinterließ bislang einen besseren Eindruck als Galvez, der in beiden Testspielen in Zell am Ziller enttäuschte.

Für Galvez soll in jedem Fall ein Ersatz kommen. Papy Djilobodji ist dabei „keine Option, wir wollen einen Rechtsfuß“, verrät Baumann. Djilobodji war für die Rückrunde vom FC Chelsea ausgeliehen worden. Dort steht der Senegalese erneut auf dem Abstellgleis, reiste nicht mit ins Trainingslager in die USA. Deshalb war der 27-Jährige sofort wieder mit Werder in Verbindung gebracht worden.
kni

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