Innenverteidiger wartet Entwicklung ab

Galvez und Granada: Spanisches Versteckspiel

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Alejandro Galvez (Archivbild)

Bremen - Hat der FC Granada, sein Heimatverein, bei dem sein Opa einst Präsident war, ihm tatsächlich den Kopf verdreht? Nach einem ersten Gespräch mit Alejandro Galvez lässt sich sagen, dass seine Nase immer noch in die richtige Richtung zeigt. Sehr viel mehr aber auch nicht.

Der Spanier hatte während der Sommerpause in mehreren Interviews mit einem Wechsel geflirtet– und zwar zu jenem Club, der immer seine Sehnsucht, aber nie sein Arbeitgeber war. Der FC Granada, bestätigte Galvez nun, habe „tatsächlich Interesse“ an ihm, „wie andere Vereine auch“, aber was er davon hält, wie er darüber denkt, das alles behielt der 27-Jährige irgendwie doch für sich. Galvez flüchtete sich geschickt in Aussagen über seinen noch bis 2017 bestehenden Vertrag bei Werder Bremen. Und darüber, dass es für ihn „eine große Freude“ sei nach dem langen Urlaub wieder in Bremen zu sein.

Deutlich machte er nur, dass er aktuell nicht bereit ist, über eine Vertragsverlängerung zu sprechen. Die war in der vergangenen Saison von Ex-Geschäftsführer Thomas Eichin angedacht, aber nicht mehr realisiert worden. Und nun wird vorerst auch nichts mehr draus, erklärt Alejandro Galvez: „Ich werde das im Verlauf der Saison entscheiden. Momentan mache ich mir keine Gedanken darüber, was nach 2017 sein wird.“ Viel wird davon abhängen, welchen sportlichen Stellenwert der Abwehrspieler in der neu zu formierenden Bremer Innenverteidigung einnimmt.

Werder-Abgänge zur Saison 2016/2017

In der vergangenen Saison war er nur die Nummer drei hinter Jannik Vestergaard und Papy Djilobodj. Beide sind nicht mehr da, ihre Plätze sind neu zu vergeben. Galvez meldet schon mal deutlich seine Ansprüche an. Stammplatz? Ja sicher! „Ich sehe mich schon auf einer dieser Positionen“, sagt er: „Ich möchte dem Trainer auch unter Beweis stellen, dass ich auf eine dieser Positionen gehöre.“ Interpretation des Ganzen: Sollte sich während der Saison-Vorbereitung abzeichnen, dass Trainer Viktor Skripnik anderer Meinung ist, könnte bei Galvez die Sympathie für den FC Granada noch viel größer werden, als sie es ohnehin schon ist.

Dann wird auch interessant, ob es die von ihm in einem Interview angeführte Ausstiegsklausel in Höhe von sieben Millionen Euro tatsächlich gibt oder nicht. Noch bewegt sich das meiste im Bereich der Spekulation, noch lässt sich der Flirt zwischen Galvez und der Heimat mit einem zugedrückten Auge auch als „ganz normale Aussage“ hinstellen. Geschäftsführer Frank Baumann macht es und demonstriert Gelassenheit. Aus dem, was Alejandro Galvez gesagt (und nicht gesagt) hat „zu deuten, dass er unbedingt weg möchte, halte ich für übertrieben“.
csa/kni

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