Florian Kainz stellt sich (noch) hinten an

Geduldig, schlau und selbstbewusst

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Florian Kainz hat gemerkt: Von der österreichischen in die deutsche Bundesliga ist es ein großer Sprung“.

Bremen - Viktor Skripnik muss sich viele Sorgen machen. Um seine Mannschaft, um den Klassenerhalt, um seinen Job. Um einen macht er sich aber keine Gedanken: Florian Kainz. Dass der österreichische Neuzugang sich noch nicht so zurechtfindet bei Werder, sei lediglich ein temporäres Problem, meint Skripnik: „Florian ist ein schlauer Spieler, der wird das schaffen.“

Wird er? Kainz ist es bislang nicht gelungen, sich in den Vordergrund zu spielen. Im DFB-Pokal kam er erst nach 57 Minuten in die Partie, konnte das Aus in Lotte aber auch nicht mehr verhindern. In der Liga blieb er beim 0:6-Debakel gegen Bayern München gleich ganz auf der Bank. „Ich muss“, sagt er selbst, „noch geduldig sein. Dass ich die ersten Spiele in der Bundesliga nicht von Anfang an spiele, ist für mich überhaupt kein Problem.“

Die Akklimatisierung läuft eben noch. Skripnik, 1996 aus der Ukraine nach Bremen gekommen, weiß „aus eigener Erfahrung“, dass das dauern kann. „Aber ich bin fest davon überzeugt, dass er eine gute Rolle bei uns spielen wird“, sagt der Coach.

Kainz glaubt das auch. Obwohl er seine bisherige Karriere in der eher beschaulichen ersten Liga Österreichs zugebracht hat, nimmt es der Linksaußen bei Werder mit allen Konkurrenten auf. Serge Gnabry, Zlatko Junuzovic, Fin Bartels – alles egal. „Ich werde mich dem Konkurrenzkampf stellen und brauche mich nicht zu verstecken“, erklärt er, bittet aber um Zeit, bis er richtig angekommen ist in der für ihn fremden Liga mit der für ihn fremden Leistungsdichte. Kainz bezeichnet den Wechsel von Rapid Wien zu Werder als „großen Sprung“. Er hat ihn eben noch nicht vollends vollzogen. Dem 23-Jährigen fehle „die Überzeugung, die er bei Rapid gezeigt hat“, urteilt Skripnik: „Wir haben mit ihm gesprochen. Er kennt seine Situation, er hat Geduld.“

Aber trotzdem hätte Florian Kainz nichts dagegen, wenn es jetzt schnell ginge mit seinem Bundesliga-Debüt. Gerne schon am Sonntag gegen den FC Augsburg – es wäre für ihn das erste Pflichtspiel im Weserstadion. Aber auch, wenn er nur auf der Bank bleiben sollte, gilt: „Die Vorfreude ist extrem groß“. 
csa

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