Doku über Werders Neuzugang

Einfach Delaney

+
Ein Foto an der Wand: Delaney beim Handshake mit Andrea Pirlo

Bremen – Bisher hat nur ein Verein sein Leben bestimmt: der FC Kopenhagen. Thomas Delaney ist beim dänischen Hauptstadtclub groß geworden, zum Profi und Nationalspieler gereift. Dieses Kapitel in seinem Leben steht nun kurz vor dem Ende – ab dem 1. Januar 2017 spielt der 24-Jährige für den SV Werder. Aber wer ist dieser Delaney eigentlich? Eine Film-Dokumentation über den Mittelfeldspieler gibt einen ersten Eindruck, fernab von nackten Zahlen und Statistiken.

Die Doku, die den simplen Titel „Delaney“ trägt, beginnt mit viel Pathos. Delaney fährt in einer schwarzen Audi-Limousine durch das nächtliche Kopenhagen. Untermalt wird die Szenerie von dunklen Klängen. Sekunden später wird der 24-Jährige von hinten in einem lichtdurchfluteten Spielertunnel gezeigt. Ein Intro, das ohne weiteres auch der Beginn eines Kinofilmes hätte sein können. Oder der Anfang eines perfekt inszenierten Imagefilmes, was beim Blick auf die Produzenten Unibet und FC Kopenhagen ein naheliegender Gedanke ist. Letztlich trifft es eine Mischung aus Imagefilm und Doku wohl ganz gut. Etwas mehr als 45 Minuten dauert der Film insgesamt - Zeit, die es lohnt, zu investieren. Der Zuschauer bekommt Einblicke in das Spielerleben des Thomas Delaney, die weit über die gewohnte sportliche Berichterstattung aus dem TV hinausgehen. Die Doku zeigt Delaney nicht nur als Profi, sondern auch als Mensch – und das, ohne wirklich tief in sein Privatleben eintauchen zu müssen.

Begleitet wird der Kapitän des FC Kopenhagen in den letzten Monaten der vergangenen Saison. Egal, ob in der Wohnung, im Mannschaftsbus, im Stadion - die Kamera ist dabei. Selbst im Allerheiligsten, der Mannschaftskabine des FC Kopenhagen, wird vor und nach Spielen gefilmt. Überrascht wird der Zuschauer durch die Offenheit, mit der Delaney spricht – auch über Fehler, die er zu Beginn seiner Karriere bei den Profis des FCK gemacht hat: „Ich wollte alles. Ich wollte verteidigen. Ich wollte schießen. Ich wollte den perfekten Pass spielen. Ich wollte so viel machen und war überall auf dem Platz“, erzählt der 24-Jährige. Er habe sehr lange daran gearbeitet, „mehr über Dinge nachzudenken, die ich tue, um in der Lage zu sein, meine Kräfte bestmöglich einzusetzen.“ Mit dem Druck im Profifußball kommt Delaney dagegen gut klar: „Ich weiß nicht, ob ich viel Druck spüre. Ich spüre, dass da Erwartungen sind – aber die Erwartungen sind positiv. Sie sind da, weil du den Leuten schon etwas bewiesen hast.“

Fotos aus Delaneys Karriere

Eine der ersten Szenen nach dem Intro zeigt Delaney in der Wohnung vor einer großen, leeren, weißen Wand. Auf dem Boden liegen zahlreiche Fotos. Fotos, auf denen Szenen aus seiner Karriere zu sehen sind. Im Laufe der Doku kleben mehr und mehr davon an der Wand, bis sie am Ende alle ihren Platz gefunden haben. Delaneys Geschichte in Kopenhagen ist erzählt, mit seiner vierten Meisterschaft und dem vierten Pokalsieg in diesem Sommer hat sie ein großes Finale bekommen - auch wenn sie noch ein halbes Jahr darüber hinaus andauern wird. In Bremen beginnt danach ein neuer Abschnitt in Delaneys Leben, eine neue Geschichte mit Platz für viele Fotos.

mib

Mehr zum Thema:

Erdogan soll künftig per Dekret regieren können

Erdogan soll künftig per Dekret regieren können

Grip ist hip! Allradantrieb ist beliebt - zu Recht?

Grip ist hip! Allradantrieb ist beliebt - zu Recht?

Ohne Stress durch die Passkontrolle in Israel

Ohne Stress durch die Passkontrolle in Israel

Der Stiefel macht’s: So finden Frauen das perfekte Modell

Der Stiefel macht’s: So finden Frauen das perfekte Modell

Meistgelesene Artikel

Klaus Allofs wird 60 Jahre alt

Klaus Allofs wird 60 Jahre alt

Spieler fühlen sich fit

Spieler fühlen sich fit

Werder kann doch noch gewinnen: Bremen verlässt Relegationsplatz

Werder kann doch noch gewinnen: Bremen verlässt Relegationsplatz

Der Unterschätzte dreht auf

Der Unterschätzte dreht auf

Kommentare