1:0 im Abstiegsfinale gegen Eintracht Frankfurt

Werder feiert den Klassenerhalt!!!

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Grenzenloser Jubel in Grün und Weiß

Bremen - Von Michael Baltes. Werder Bremen hat den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft! Papy Djilobodji erzielte im Abstiegsfinale gegen Eintracht Frankfurt kurz vor Schluss den 1:0-Siegtreffer und sorgte damit für grenzenlosen Jubel in Grün und Weiß.

Was ein Spiel, was ein Finish! Lange sah es so aus, als müsse Werder Bremen weiter um den Klassenerhalt in der Bundesliga zittern und in die Relegation gegen Nürnberg. Pustekuchen! In der 88. Minute stocherte Papy Djilobodji aus dem Gedränge heraus einen Ball von Anthony Ujah über die Linie ins Eintracht-Tor und sicherte Werder damit die direkte Rettung. Nach dem Abpfiff brachen alle Dämme - die Bremer Fans stürmten auf den Rasen und feierten gemeinsam mit ihrem Team den Verbleib in der Bundesliga.

Die Anhänger der Grün-Weißen hatten ihrem Team schon vor der Partie einen begeisternden Empfang bereitet. Auch während des Spiels im Weserstadion peitschten sie Werder bedingungslos und stimmgewaltig nach vorne. Genau wie zuletzt gegen Wolfsburg und Stuttgart, konnten die Spieler auf dem Rasen die phänomenale Unterstützung wieder in einen Sieg ummünzen - einen der wichtigsten in der Vereinsgeschichte.

Werder-Coach Viktor Skripnik hatte mit der Hereinnahme von Maximilian Eggestein für den gesperrten Fin Bartels überrascht, den besseren Start in die Partie erwischten aber die Frankfurter, die schon schon nach 120 Sekunden die Chance zur Führung hatten: Djakpa flankte auf Ben-Hatira, der Werders Keeper Felix Wiedwald mit seinem Kopfball zur ersten starken Parade an diesem Nachmittag zwang. Den Bremern war in der Anfangsphase die Nervosität anzumerken, gerade im Spiel nach vorne lief zunächst nicht viel zusammen. Die beste Gelegenheit hatte noch Claudio Pizarro, der eine Hereingabe von Levin Öztunali knapp verpasste (7.). Trotzdem brandete im Weserstadion nach knapp zehn Minuten Jubel auf. Wolfsburgs Führungstreffer gegen Stuttgart machte auf den Tribünen die Runde. Aber auch das brachte dem Bremer Spiel keine wirkliche Sicherheit.

In der 20. Minute durfte Frankfurts Hasebe ungehindert durchs Mittelfeld bis in den Strafraum der Grün-Weißen marschieren. Aus rund 16 Metern zog der Japaner ab, die mitgereisten Eintracht-Anhänger hatten den Torschrei schon auf den Lippen – doch Wiedwald bekam mit einer sensationellen Reaktion noch eine Hand an den Ball, der so über den Querbalken statt in den Kasten flog. Auf der Gegenseite bot sich Werders Zlatko Junuzovic nach einer halben Stunde eine gute Gelegenheit. Die Bremer bekamen in zentraler Position, 22 Meter vor dem Frankfurter Tor, einen Freistoß zugesprochen. Der Österreicher konnte die Chance aber nicht nutzen, er schlenzte den Ball links am Tor vorbei.

Ujah-Einwechslung bringt die Wende

Kurz vor der Pause durften die Fans der Grün-Weißen trotzdem noch einmal jubeln und zumindest ein wenig durchpusten. Das Wolfsburger 2:0 gegen Stuttgart wurde mit etwas Verspätung im Weserstadion vermeldet. Ein direkter Abstieg der Bremer rückte damit in sehr, sehr weite Ferne. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spiel der Grün-Weißen aber erst einmal nichts. Wer ob des Spielstandes in Wolfsburg nun mit deutlich offensiveren Bremern gerechnet hatte, wurde zunächst enttäuscht. Die Skripnik-Elf schaffte es einfach nicht, sich im Strafraum der Gäste gefährlich in Szene zu setzen – zu harmlos waren die eigenen Angriffsversuche. In der 59. Minute reagierte Skripnik mit der Hereinnahme von Anthony Ujah. Der Nigerianer kam für Eggestein in die Partie.Und dieser Wechsel zahlte sich aus.

Werder erhöhte deutlich den Druck, schnürte die Frankfurter in deren Hälfte ein und kam zu Torchancen. Öztunali marschierte durchs Mittelfeld, passte auf Grillitsch, der den Ball zu Junuzovic weiterleitete. Der Österreicher, der in Höhe des Fünfers aus spitzem Winkel zum Abschluss kam, senste die Kugel aber kläglich links am Kasten vorbei (63.). Die nächsten guten Gelegenheiten vergaben Ujah, der mit seinem Schuss an Eintracht-Keeper Hradecky scheiterte (74.), und der mittlerweile ebenfalls eingewechselte Özkan Yildirim, der den Ball knapp neben das Tor jagte. In der 88. Minute sorgte dann Djilobodji für die Erlösung - und grenzenlosen Jubel in Grün und Weiß!

“Endlich haben wir unsere Hauptaufgabe erfolgreich erledigt. Es war taktisch nicht einfach, weil wir ja auch immer das Ergebnis in Wolfsburg einkalkulieren mussten. In der ersten Halbzeit haben wir nicht sehr attraktiv gespielt, aber am Schluss zählt nun einmal das Ergebnis", sagte Werders überglücklicher Coach Skripnik nach dem Spiel.

Erlösung in der 88. Minute

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)
1:0 Djilobodji (88.)
Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Vestergaard, Djilobodji, Santiago Garcia - Fritz, Grillitsch - Öztunali (77. Yildirim), Junuzovic, Eggestein (60. Ujah) - Pizarro (90.+1 Galvez). - Trainer: Skripnik
Frankfurt: Hradecky - Regäsel, Abraham, Russ, Oczipka - Hasebe, Ignjovski - Aigner (86. Castaignos), Ben-Hatira (68. Zambrano), Djakpa (60. Chandler) - Seferovic. - Trainer: Kovac
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Grillitsch (3), Gebre Selassie (5), Ujah (2), Junuzovic (6) - Oczipka (7), Russ (9)
Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre)
Torschüsse: 14:4
Ecken: 6:4
Ballbesitz: 61:39 Prozent

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