Der „gute Draht“ zum FC Chelsea

Djilobodji fliegt am Donnerstag ein

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Papy Djilobodji

Bermen - Die Unterschriften fehlen zwar noch, doch Werder-Sportchef Thomas Eichin ist sich im Fall Papy Djilobodji ziemlich sicher. „Wenn alles normal läuft, ist er morgen in Bremen“, sagt Eichin am Mittwoch. Und dann sei es auch gut möglich, dass der Senegalese vom FC Chelsea am Nachmittag sofort in Werder-Kleidern auf dem Trainingsplatz stehen wird. Oder funkt doch noch jemand dazwischen?

Espanyol Barcelona wird großes Interesse an dem Innenverteidiger nachgesagt. „Da sind sie nicht die einzigen“, bestätigt Eichin: „Diesen Spieler wollen viele Clubs haben.“ Aber kriegen wird ihn nur einer, behauptet zumindest der Werder-Sportchef: „Unser Draht zum FC Chelsea ist ziemlich gut, deswegen kann ich sagen: Er wechselt entweder zu uns oder gar nicht.“

Djilobodji wird bis Saisonende ausgeliehen. Für angeblich 400.000 Euro. Die Leihgebühr sinkt, je häufiger der 27-Jährige zum Einsatz kommt. Eine Kaufoption besitzt Werder nicht, aber durchaus die Hoffnung, dass der Abwehrspieler noch länger bleibt. „Das werden wir alles sehen“, sagt Eichin. Der 49-Jährige ist erst einmal froh, schnell einen Ersatz für Assani Lukimya gefunden zu haben. Der Innenverteidiger hat sich fürs große Geld und damit für einen Wechsel zum chinesischen Erstligisten Liaoning Whowin FC entschieden. Werder kassiert auch ordentlich: zwei Millionen Euro Ablöse. Ein Teil des Geldes fließt nun Richtung London. Und Eichin ist sich sicher, dass Djilobodji auf jeden Fall ein guter Ersatz für Lukimya ist.

Der Kongolese war Innenverteidiger Nummer drei hinter Jannik Vestergaard und Alejandro Galvez. Er durfte eigentlich nur ran, wenn einer fehlte oder Galvez mal wieder schwächelte. Djilobodji könnte nun den Konkurrenzkampf anheizen. Allerdings fehlt ihm die Spielpraxis. In der Hinrunde hat er nur eine Minute im Pokal gespielt. „Wir müssen sehen, wie gut er drauf ist“, sagt Eichin und stellt klar: „Wir präsentieren ihn hier ganz gewiss nicht als Retter.“

Aber natürlich hätte der Sportchef nichts dagegen, wenn der Nationalspieler aus dem Senegal so gut einschlagen würde wie ein Wintertransfer vor einem Jahr: Damals kam Vestergaard von 1899 Hoffenheim an die Weser und stabilisierte die Abwehr. Nun könnte er gemeinsam mit Djilobodji hinten dicht machen.
kni

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