Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale

Werder verliert bei Drittligist Bielefeld

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Niedergeschlagene Werder-Profis: 1:3-Pleite in Bielefeld

Bielefeld – Werder ist raus aus dem DFB-Pokal! Im Achtelfinale unterlagen die Bremer 1:3 bei Drittligist Arminia Bielefeld. In einer umkämpften Partie war der Klassenunterschied dabei nur phasenweise zu erkennen. Besonders im Abschluss bewies der Außenseiter mehr Cleverness.

Die vom früheren Bremer Profi Norbert Meier (1980 bis 1989) trainierten Ostwestfalen zogen erst zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte nach den beiden Halbfinal-Einzügen 2005 und 2006 ins Viertelfinale ein, Bremen kam seit dem Finale 2010 (0:4 gegen die Bayern) nicht mehr über die Runde der letzten 16 hinaus.

Die Tore für den langjährigen Bundesligisten Bielefeld, der zuvor schon Zweitligist SV Sandhausen und Erstligist Hertha BSC ausgeschaltet hatte, erzielten Winter-Neuzugang Manuel Junglas (32./84.) und Sebastian Schuppan (57.). Werder kam nur zum zwischenzeitlichen Anschlusstor durch Clemens Fritz (76.), der kurz vor Schluss wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (89.).

Bremens Trainer Viktor Skripnik, der 1999 und 2004 als Spieler mit Werder den Pokal gewann, nahm im Tor den erwarteten Wechsel vor: Der im Winter aus Wolfsburg ausgeliehene Koen Casteels ersetzte den zuletzt formschwachen Raphael Wolf. Die Arminia versteckte sich mit neun Siegen aus den letzten zehn Spielen im Rücken keineswegs, doch die ersten Chancen hatte der Favorit: Santiago Garcia scheiterte an Arminen-Torhüter Alexander Schwolow (7./21.), Bartels verzog ebenfalls (12.).

Mit zunehmender Spieldauer bewegte sich der Außenseiter dann immer mehr auf Augenhöhe und nutzte seine erste Chance zur Führung: Nach einer Hereingabe von Tom Schütz war Junglas vor Jannik Vestergaard am Ball und spitzelte ihn unhaltbar für Casteels ins Netz. Nach dem Wechsel ließ das erwartete Aufbäumen des Bundesligisten zunächst auf sich warten. Stattdessen hatte die Arminia nach Standards sofort zwei große Chancen zum 2:0, doch Julian Börner köpfte (47.) und schoss (50.) knapp drüber.

Eine sehenswerte Direktabnahme von Zlatko Junuzovic, die Schwolow mit den Fingerspitzen über das Tor lenkte, war nur ein Bremer Strohfeuer (56.), denn kurz darauf lenkte Schuppan einen Eckball von Florian Dick fast unbewacht ins Tor. Die Fans des Drittligisten sangen sich nun schon ins Finale nach Berlin. Werder drückte nun endlich, doch Davie Selke scheiterte per Kopf am überragenden Schwolow (71.). Der Anschlusstreffer durch Fritz ließ die Grün-Weißen noch einmal hoffen - Drittligist Bielefeld schlug in Person von Junglas aber kurz vor Schluss eiskalt zurück und beendete damit alle Bremer Pokalträume.

Aus im DFB-Pokal

Arminia Bielefeld - Werder Bremen 3:1 (1:0)
1:0 Junglas (32.)
2:0 Schuppan (57.)
2:1 Fritz (76.)
3:1 Junglas (84.)
Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Burmeister (88. Hemlein), Junglas - Christian Müller (70. Ulm), Schütz, Mast (90. Lorenz) - Klos. - Trainer: Meier
Bremen: Casteels - Gebre Selassie, Prödl, Vestergaard, Garcia (52. Sternberg) - Kroos - Fritz, Junuzovic (64. Öztunali) - Bartels - Selke (73. Hajrovic), Di Santo. - Trainer: Skripnik
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
Zuschauer: 26.137 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: - Fritz wegen wiederholten Foulspiels (89.)
Gelbe Karten: Börner - Garcia, Bartels (2)
sid

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