Sportchef Thomas Eichin

„Das ist hier keine One-Man-Show“

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Thomas Eichin

Bremen - Es war noch früher Nachmitag, also eigentlich noch ein bisschen Zeit bis zur Deadline. Doch Werder Bremens Sportchef Thomas Eichin schlug gestern das Transferfenster vorzeitig zu.

„Irgendwann reicht es auch mal“, sagte der 49-Jährige, der im Januar sage und schreibe zehn Transfers abgewickelt hat. „Aber nicht allein“, wie Eichin sofort hervorhob: „Das ist hier keine One-Man-Show.“ Bei Werder kümmert sich ein Quartett um die Transfers – mit Eichin als Sportchef an der Spitze. „Natürlich muss ich am Ende entscheiden und das auch verantworten“, erklärt der Ex-Profi: „Aber wir machen nur etwas, wenn wir uns einig sind.“ Wir – das sind auch Sportdirektor Rouven Schröder (40) als Kaderplaner und Scoutingchef Tim Steidten (36), der zugleich als sportlicher Leiter der U23 fungiert. Und Werder-Rechtsanwalt Tarek Brauer ist „meine Absicherung, dass juristisch nichts schief läuft“, berichtet Eichin und freut sich: „Wir sind ein gutes Team.“

Zum Einsatz kommt auch oft die Fußballerdatenbank „Wyscout“. „Obwohl wir Papy Djilobodji wirklich schon gut kannten, haben wir uns da noch mal ein paar Spiele aus seiner Zeit in Nantes angeschaut“, verrät Eichin. Schließlich wurde der Abwehrspieler bis Sommer vom FC Chelsea ausgeliehen. Als schneller Ersatz für Assani Lukimya, der aus finanziellen Gründen nach China wollte. Werder reagierte schnell – und das ist laut Eichin kein Zufall: „Wir haben für jede Position eine Liste mit Spielern, die für uns infrage kommen. Und die wird ständig aktualisiert.“

Das ist viel Arbeit – und Eichin gönnt sich nach dem Transfertheater erstmal eine kleine Pause: „Ich schaue jetzt zwei Tage gegen eine weiße Wand, dann geht es weiter.“

kni

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