Born leidet beim Treff der Bremer Fußball-Legenden mit Eichin – und gibt ihm einen Rat

Burdenski findet Casteels-Transfer „überflüssig“

Ex-Torwart Dieter Burdenski

Bremen - Das Timing war perfekt: Kurz bevor gestern Abend der „Treff der Bremer Fußball-Legenden“ der GPP Mittelstands GmbH begann, war die Ausleihe von Keeper Koen Casteels zum SV Werder zumindest vom abgebenden Verein offiziell bestätigt worden. Und Ex-Torwart Dieter Burdenski machte umgehend klar, wie wenig er davon hält: „Dieser Transfer ist völlig überflüssig. Werder braucht keinen weiteren Torwart.“

So sah es auch Max Lorenz. „Ich verstehe nicht, warum man sich jetzt ein Torwartproblem schafft“, befand der Meister von 1965. Wobei Burdenski nicht das Problem sieht, dass Raphael Wolf dadurch als aktuelle Nummer eins verunsichert werden könnte: „Das muss ein Profi aushalten.“ Der Verein hätte sich das Geld sparen können, befand der 64-Jährige: „Wolf hat nicht schlecht gehalten. Für überragende Leistungen fehlt ihm die Klasse, trotzdem schaffen wir mit ihm den Klassenerhalt.“

Es war eine launige Runde, die vor rund 100 geladenen Gästen in Schwachhausen nicht nur über Werder sprach. Ailton erzählte zum Beispiel von seiner Bauchweg-Methode durch Vereisung, die gerade erst im Fernsehen gezeigt wurde: „Meine Frau ist jetzt mit meinem Körper zufrieden.“ Und Günter Hermann, der Weltmeister von 1990, erklärte, wie er den FC Oberneuland als Trainer wieder in die Bremen-Liga führen will.

Und dann war da noch Jürgen L. Born, Werders-Ex-Präsident. Der 74-Jährige ist ein Entertainer, machte so manchen Spaß, wurde aber auch ernst und gab Sportchef Thomas Eichin einen Rat: „Er ist ja zu bedauern. Wenn er ohne Geld losrennen muss, was soll er dann holen? Aber wenn man nichts hat, sollte man vorher nicht erzählen, dass man was holt.“

Für Werder sieht Born nur noch einen Weg: „Wir müssen überall bremische Lösungen finden.“ Die Beförderung von Viktor Skripnik und Torsten Frings sei ein gutes Beispiel. Und Born merkte noch an: „Sollten wir mal einen Investor finden, dann kommt er ganz bestimmt auch aus Bremen und nicht aus Arabien oder sonst woher.“

kni

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