„Ich fühle mich fit“ / Lob für Baumann

Bauer freut sich schon auf Bayern

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Nur einmal Silber? Nein, Eric Oelschlägel und Robert Bauer bekamen beide eine Medaille in Rio, doch bei Bauer ist sie noch daheim im Reisegepäck.

Bremen - Bei Robert Bauer geht gerade alles ziemlich schnell – manches auch etwas zu schnell. Weil er nach seiner Rückkehr von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nur ganz kurz in der Heimat war, kam Werders Neuzugang vom FC Ingolstadt ohne seine Silbermedaille in Bremen an.

Das Foto mit Medaille gab es trotzdem: Werders Olympiateilnehmer Eric Oelschlägel lieh ihm einfach sein Edelmetall. Bauers Integration läuft also schon auf Hochtouren. Wahrscheinlich wird er bereits am Freitag in München dabei sein. „Ich freue mich, dass die Bundesliga jetzt sofort losgeht. Da ist das Eröffnungsspiel in München natürlich ein Highlight“, sagt Bauer und stellt klar: „Ich könnte spielen, ich fühle mich fit.“

Selbstbewusstsein hat der 21-Jährige schon einmal. Die nötige Professionalität offenbar auch. Zumindest berichtet er, dass jeder Spieler in Rio auch selbst dafür verantwortlich gewesen sei, genug für die Fitness zu machen. Gerade die Ersatzspieler. Bauer selbst spielte nur eine Halbzeit gegen die Fidschi Inseln. „Ich wusste, dass das unsere Vorbereitung auf die Bundesliga ist, da bin ich Profi genug und habe einiges gemacht“, betont der Abwehrspieler. Auch zu seiner Position macht der 3,5-Millionen-Euro-Einkauf klare Aussagen: „Letzte Saison habe ich links hinten gespielt. Aber ich bin hierhergekommen, um rechts hinten zu spielen.“

Bauer erstmals im Werder-Training

Eigentlich als Backup von Theodor Gebre Selassie. Der 29-jährige Tscheche war auf seiner Position bislang konkurrenzlos. Das wollte Werder unbedingt ändern. Aber nicht nur das. „Wir brauchen flexible Spieler, die viele Positionen spielen können“, sagt Trainer Viktor Skripnik: „Er kann hinten rechts und links spielen, aber auch rechts offensiv oder im defensiven Mittelfeld.“ Kann er denn auch schon gegen die Bayern spielen? „Wir müssen noch schauen, die Athletiktrainer fragen. Aber man braucht so harte Spiele wie gegen die Bayern, um Qualität zu bekommen“, erklärt Skripnik und deutet damit an, dass Bauer zumindest im Kader und wahrscheinlich auch zum (Kurz-)Einsatz kommen wird.

Werder und die Qualitätsfrage – für Bauer ist die Antwort darauf ziemlich einfach. „Wie die letzte Saison verlaufen ist, das ist nicht der Anspruch von Werder. Wir haben das Potenzial, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben“, ist sich der Neuzugang sicher und lobt ausdrücklich seinen neuen Sportchef Frank Baumann: „Es wurde viel richtig gemacht in der Transferperiode.“ Ungewöhnliche Worte für einen 21-Jährigen, doch Bauer redet locker drauf los. Er wirkt noch angenehm unbekümmert. Dazu passen auch seine Olympia-Erinnerung: „Das war eine unglaubliche Erfahrung, davon werde ich noch meinen Kindern erzählen. Ich finde es toll, dass alle vier Jahre Sportarten in den Fokus geraten, die sonst nicht so im Fokus sind. Es hat Spaß gemacht, mit den anderen Sportlern zu reden.“
kni

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