Vertragsverlängerung ohne Tamtam: „So ist es mir am liebsten“

Auf die Bartels-Art

Fin Bartels wird dem Fußball nach der Karriere höchstens noch als Pöbler auf der Tribüne erhalten bleiben. - Foto: nordphoto

Neuruppin- Typisch Fin Bartels: Von seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bei Werder Bremen hat niemand etwas mitbekommen – bis sie dann in der vergangenen Woche verkündet wurde.

Heimlich, still und leise hat er die Gespräche geführt. Erst mit Thomas Eichin, nach dessen Entlassung mit Nachfolger Frank Baumann. Dass nichts davon nach außen gedrungen ist, fand Bartels richtig prima: „So ist mir das am liebsten. Ohne großes Tamtam, das brauche ich auch nicht. Ich habe es lieber ein bisschen bodenständiger, ruhiger, solide und vernünftig.“ So, wie der gebürtige Kieler auch im Auftreten ist.

Bei ihm hat man immer das Gefühl, dass er am liebsten gar nicht prominent wäre. Profi-Fußballer – doch, das schon. Gutverdiener – ja, das auch. Aber einer, der für andere interessant ist, der bewundert wird, im Mittelpunkt steht – nee, eigentlich nicht so gerne.

Deshalb ist für Fin Bartels auch schon jetzt klar, dass er nach der Karriere aus dem Fußball-Geschäft verschwinden wird. „Höchstens noch als Fan auf der Tribüne zum Pöbeln“ will er dann die Branche begleiten, sagt er und lacht. Mehr kann er sich „zurzeit nicht vorstellen“. Wann allerdings aus dem zurückhaltenden Profi der Eventuell-Pöbler wird, steht noch völlig in den Sternen. Die aktuelle Vertragsverlängerung muss noch nicht die letzte gewesen sein, meint Bartels. 29 Jahre alt ist er jetzt – und obwohl er auf Geheiß des Vereins nichts sagen soll über die Vertragslaufzeit, rutscht ihm dann doch raus, dass er „in den nächsten drei Jahren hofft, dass es mit Werder wieder aufwärts“ geht.

Okay, die bereits in der vergangenen Woche in den Medien verbreitete Vertragslaufzeit bis 2019 ist damit bestätigt. Und sehr, sehr gerne würde Fin Bartels in dieser Zeit mal etwas anderes erleben als Abstiegskampf. Den hat er mit dem SV Werder oder zuvor mit dem FC St. Pauli und Hansa Rostock viel zu oft gehabt. Eine Saison ohne Sorgen – das wäre mal was. Lieber solide, ruhig, ohne Tamtam. Kurz: auf die Bartels-Art.
csa

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