Kader wird neu geordnet

Nouri schickt Diagne und Yatabare in die U23

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Fallou Diagne (l.) im Zweikampf mit Sambou Yatabare.

Bremen - Alexander Nouri hat entschieden: Neuzugang Fallou Diagne, Winter-Einkauf Sambou Yatabare und Mittelfeldhoffnung Maximilian Eggestein gehören künftig nicht mehr zur Bundesliga-Trainingsgruppe. Das Trio wird fortan mit der U23 trainieren und auch spielen.

Während bei Eggestein dahinter sogar ein sportlicher Sinn steht, weil der 19-Jährige regelemäßig spielen soll, um sich zu entwickeln, werden Diagne und Yatabare für schwache Trainingsleistungen abgestraft. „Rein sportliche Gründe“ würde es für ihre Versetzung geben, erklärte Nouri, der nur noch mit maximal 22 Spielern pro Einheit arbeiten will.

Der neue Chefcoach hatte schon in den vergangenen Partien auf den Senegalesen Diagne und den Malier Yatabare verzichtet. Da beide auch über einen französischen Pass verfügen, können sie als einer von drei älteren Spielern bei der U23 eingesetzt werden. Pikant an der Personalie Diagne: Er war für 1,5 Millionen Euro geholt worden, weil Werder unbedingt vier Innenverteidiger im Kader haben wollte. Nun wird er trotz der schlimmen Verletzung von Luca Caldirola (Knöchelbruch) ausgemustert. Diagnes Part übernimmt Milos Veljkovic, der unter Nouri-Vorgänger Viktor Skripnik noch in die U23 abkommandiert worden war.

Wie Diagne und Yatabare die für sie ernüchternde Maßnahme verarbeiten, bleibt abzuwarten. Am Dienstag fehlten beide, ließen sich wegen Krankheit entschuldigen. Maxi Eggestein trainierte dagegen mit der U23. Bei der ersten Trainingeinheit der neuen Woche fehlte bei den Profis gleich eine ganze Reihe an Spielern. Neben den langzeitverletzten Claudio Pizarro, Max Kruse, Philipp Bargfrede und Caldirola waren auch Clemens Fritz, Serge Gnabry, Lamine Sane, Niklas Moisander, Zlatko Junuzovic und Theo Gebre Selassie am Vormittag nicht dabei. Sie absolvierten allesamt ein individuelles Programm im Stadioninnneren, sollen bei der Einheit am Nachmittag wieder mit der Mannschaft üben.

Von der ersten Welle in Nouris Kader-Diät wurde Thanos Petsos verschont. Er arbeitet – wie auch der zuletzt ebenfalls kaum berücksichtigte Florian Kainz – weiterhin mit der Bundesliga-Gruppe. Was sich aber ändern könnte, wenn Bargfrede und Kruse zurückkehren. Dann könnte es auch Lukas Fröde treffen. Für alle würde jedoch gelten, was Sportchef Frank Baumann stets betont: Der Weg zur U23 ist keine Einbahnstraße. Zu den Gewinnern der Kader-Neuordnung unter Nouri gehören derweil – neben Shootingstar Ousman Manneh – auch Johannes Eggestein und Niklas Schmidt. Sie verbleiben im Bundesliga-Betrieb.

csa/kni

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