Däne wird Werder wohl verlassen

Vestergaard und der „nächste Schritt“

+
Jannik Vestergaard grüßt die Werder-Fans – ein Bild, das es künftig wohl nicht mehr geben wird. -

Bremen - Für Werder-Kapitän Clemens Fritz ist Jannik Vestergaard „eine wichtige Säule“ im Werder-Gebilde – doch diese 1,99 Meter lange dänische Säule wird wohl wegbrechen. Vermutlich war Vestergaard am Montag zum letzten Mal als Bremer Profi im Weserstadion.

Ein Bekenntnis zu seinem aktuellen Club gab der 23-jährige Innenverteidiger jedenfalls nicht ab. Ob er auch in der kommenden Saison noch bei Werder spielt oder geht? „Ich war immer ehrlich, deswegen kann ich weder das eine noch das andere sagen. Ich kann nichts versprechen. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und fühle mich auch jetzt noch wohl. Ich lasse mich überraschen, habe keine Eile mit irgendetwas“, sagte Vestergaard und fügte an: „Wenn der nächste Schritt gemacht werden muss, dann wird es passieren. Aber ich muss nicht mit aller Gewalt etwas durchdrücken.“

Erst mal wolle er nun bei der Abschlussfahrt auf Mallorca die Zeit mit meinen geilen Mitspielern genießen“. Danach kümmert er sich dann um seine Zukunft, die – wenn auch nicht bei Werder – weiterhin in Deutschland liegen könnte. „Ich weiß nicht, ob es Angebote gibt“, behauptete Vestergaard. Dass Borussia Mönchengladbach nach dem Karriereeende von Martin Stranzl sehr großes Interesse an einer Verpflichtung hat, ist jedoch bekannt. Und bei der Borussia (Vierter in der Bundesliga) könnte Vestergaard eventuell sogar in der Champions League spielen. Gut möglich zudem, dass Werders Abwehrchef auch beim VfL Wolfsburg in den Fokus rückt – dort wird der Platz des ehemaligen Bremers Naldo (1,98 Meter) frei, der zum FC Schalke 04 wechselt. Riese für Riese also? Könnte passen. Und bereits im Winter soll es Interessenten aus der englischen Premier League gegeben haben.

Wer Vestergaard verpflichten will, muss aber tief in die Tasche greifen. Für den dänischen Nationalspieler, der im Januar 2015 für 2,5 Millionen Euro von 1899 Hoffenheim gekommen war, will Werder einen zweistelligen Millionenbetrag haben. Kommt ein Transfer zustande, wäre er das Paradebeispiel für einen Mehrwertspieler – recht günstig kaufen und dann teuer verkaufen. Vestergaard hat seinen Marktwert in seinen anderthalb Jahren in Bremen erheblich gesteigert. Laut „transfermarkt.de“ von drei auf aktuell sieben Millionen Euro. Weil er noch lange bei Werder unter Vertrag steht (bis 2018), rufen die Bremer eine höhere Summe auf.

Als Vestergaard am Montag noch über seine Werder-Zeit sprach, hörten sich seine Worte ziemlich verdächtig nach Abschied an. „Ich habe mich hier weiterentwickelt und einen Schritt nach vorne gemacht“, urteilte der 23-Jährige: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass man damals an mich geglaubt hat, denn es waren nicht 20 Clubs, die mich haben wollten. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Vertrauen rechtfertigen konnte.“
mr/kni

Mehr zum Thema:

Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha

Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Bartels hält Werder am Leben

Bartels hält Werder am Leben

40 Jahre „Break Out“ - Party in Asendorf

40 Jahre „Break Out“ - Party in Asendorf

Meistgelesene Artikel

Mit Max und Mumm?

Mit Max und Mumm?

Die Aufstellung: So könnte Werder gegen Ingolstadt spielen

Die Aufstellung: So könnte Werder gegen Ingolstadt spielen

Skripnik: "Vielleicht hätten wir im Sommer sagen sollen: Ok, das war's"

Skripnik: "Vielleicht hätten wir im Sommer sagen sollen: Ok, das war's"

Weiter mit Wiesenhof

Weiter mit Wiesenhof

Kommentare