Allofs erläutert mögliche Wechsel

„Stand heute: Özil wird weiter für uns spielen“

KEINE UNSUMMEN für durchschnittliche Linksverteidiger: Klaus Allofs erläutert die Bremer Transfer-Strategie.

BAD WALTERSDORF. Klaus Allofs wirkt im Trainingslager in Bad Waltersdorf total entspannt. Dabei gibt es zahlreiche Baustellen bei Werder Bremen – und damit ist nicht das Weserstadion gemeint . . . Noch steht nicht fest, mit welchem Kader der Bundesligist in die Saison startet, gleich mehrere Transfers deuten sich an.

Der erfahrene Clubchef bleibt trotzdem ganz gelassen und gibt bereitwillig einen Einblick in Werders Wechselwelt. Klaus Allofs über . . .

. . . Mesut Özil

„Wir haben vor der WM mit ihm über einen neuen Vertrag geredet und werden das auch jetzt wieder machen. Aber wir werden ihn hier nicht, wenn er morgen kommt, von einer Sitzung in die nächste schleifen. Stand heute ist: Mesut wird weiter bei Werder spielen, denn es gibt keine konkreten Angebote. Wenn ein Angebot kommt, werden wir umgehend mit Mesut und seinem Berater reden. Sollte er tatsächlich gehen, müssen wir nicht unbedingt reagieren. Wir haben genug offensive Mittelfeldspieler.“

Mesut Özil in Bremen

. . . Wesley

„Wir wollen ihn verpflichten – und wir haben jetzt aus Brasilien das Signal bekommen, dass der FC Santos ihn auch gehen lassen will. Das werden wir überprüfen.“

. . . Linksverteidiger

„Uns ist klar, dass wir da quantitativ nicht so gut besetzt sind. Aber wir haben in Sebastian Boenisch einen U 21-Europameister und in Timo Perthel einen jungen Spieler, der das in der vergangenen Saison in der U 23 ansatzweise schon ganz gut gemacht hat. Sollten wir trotzdem das Gefühl bekommen, dass uns das nicht reicht, haben wir ja noch einen Monat Zeit, etwas zu unternehmen. Allerdings gibt es im Moment auf dem Markt keinen Spieler, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die, die das einigermaßen unfallfrei spielen können, kosten eine Menge. Und das sind wir nicht bereit zu zahlen.“

. . . Aymen Abdennour

„Er ist kein Thema mehr für uns. Es hätte sich durchaus etwas mit ihm entwickeln können, aber leider ist er bei uns verbrannt. Wir hätten ihm und uns mit einer Weiterverpflichtung keinen Gefallen getan. Da ist leider vieles unglücklich gelaufen. Erst hatte sich im Januar der Wechsel hinausgezögert, dann mussten wir ihn ins kalte Wasser schmeißen – und schließlich wurde er auch noch niedergeschrieben. Die ganze Geschichte hier kam ein Jahr zu früh für ihn. Und es tut mir wirklich leid für ihn, er war so ein eifriger Junge, hat auch gleich Deutsch gelernt. Diese Sache müssen wir uns alle ein bisschen an die Brust heften.“

. . . Spielerverkäufe

„Wir können nur weiter investieren, wenn wir auf der anderen Seite auch Spieler abgeben. Bei Jurica Vranjes sieht es gut aus, mit ihm sind wir uns praktisch einig – nur von Hadjuk Split haben wir nichts mehr gehört. Markus Rosenberg steht auch auf der Liste der Spieler, die wir abgeben möchten. Es gibt auch einige Clubs mit Interesse, die ihn schon beobachtet haben. Aber das sind nun mal keine Topclubs, die finanziell aus dem Vollen schöpfen können. Wenn ich für die arbeiten würde, dann würde ich auch noch etwas abwarten, ob sich nicht vielleicht noch etwas günstigeres ergibt. Wir werden Rosenberg jedenfalls nicht ablösefrei ziehen lassen.“

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