Schulterverletzung fast schon überstanden

Junuzovic meldet sich zurück: „Ich greife wieder an“

Daumen hoch: In zwölf Stunden ist Zlatko Junuzovic gestern von Österreich nach Bremen gefahren, und seine lädierte Schulter hat das problemlos überstanden. Archivfoto: nph
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Daumen hoch: In zwölf Stunden ist Zlatko Junuzovic gestern von Österreich nach Bremen gefahren, und seine lädierte Schulter hat das problemlos überstanden. Archivfoto: nph

Bremen - Nach zwölf Stunden war es gestern Abend vollbracht – und Zlatko Junuzovic aus seinem Urlaub zurück in Bremen. Seinen Dienstwagen hatte er selbst aus der Heimat Österreich nach Norddeutschland gesteuert, was in seinem Fall durchaus erwähnenswert ist. Denn es liegt gerade einmal vier Wochen zurück, dass sich der Werder-Profi beim Bundesligaspiel in Stuttgart eine Schultereckgelenksprengung zugezogen hat. Auto fahren funktioniert wieder, und Fußball spielen möglicherweise auch schon bald. Junuzovic gibt sich jedenfalls sehr optimistisch: „Mir geht es gut. Ich greife wieder an.“

Heute muss er sich aber erst einmal bei Werders medizinischer Abteilung melden. Dort wird entschieden, wie Junuzovic in die Trainingsarbeit integriert werden kann. „Ich gehe aber davon aus, dass ich in Belek dabei bin“, meint der 28-Jährige mit Blick auf das Trainingslager in der Türkei, das am Donnerstag beginnt. Die Testspiele dort werde er aber wahrscheinlich noch nicht bestreiten können. Zu groß ist das Risiko, dass die Schulter wieder etwas abbekommt. „Ich muss noch etwas vorsichtig sein“, berichtet der Österreicher, der aber schon wieder ausgiebig gelaufen und Rad gefahren ist: „Ich hatte ein Programm, das ich voll absolvieren konnte. Der Heilungsprozess ist bislang wirklich gut verlaufen.“

Junuzovic hatte Glück im Unglück. Die Schulter musste nicht operiert werden. „Das war natürlich sehr positiv“, erinnert sich der Mittelfeldspieler. Denn damit war klar, dass er nicht monatelang ausfällt. Die Verantwortlichen bei Werder atmeten tief durch, denn ein Leistungsträger wie Junuzovic ist in diesem Kader nicht zu ersetzen. Natürlich hat der Österreicher in der Hinrunde enttäuscht, aber er bleibt ein Hoffnungsträger – wenn er gesund ist.

Das war das große Problem in dieser Saison. Eine Grippe stoppte Junuzovic im Herbst, als er gerade in Topform war. „Da habe ich den Fehler gemacht, dass ich wieder zu früh angefangen habe. Ich war einfach zu ungeduldig“, erinnert sich Junuzovic: „Ich war nach zwei Wochen Antibiotika total geschlaucht und habe überhaupt nicht mehr meinen Rhythmus gefunden.“ Später folgten noch Knieprobleme. Junuzovic konnte nicht mehr an seine starke Vorsaison mit den vielen Freistoß-Toren und zahlreichen Vorlagen anknüpfen.

„Ich will jetzt aber keine Ausreden suchen“, sagt Junuzovic: „Ich muss zusehen, dass ich wieder fit werde und dann Vollgas geben.“ Er weiß nur zu gut, dass er im Abstiegskampf eine Hauptrolle spielen muss. Ihn braucht Werder, um sich wie vor einem Jahr unten herauszukämpfen. „Natürlich spüre ich die Verantwortung“, sagt er: „Das macht mir auch nichts aus. Aber wir schaffen das nur miteinander. Wir dürfen nicht vor Angst erstarren, sondern müssen es positiv angehen.“

So wie er selbst. Der Mittelfeldspieler freut sich, dass es wieder losgeht. Am liebsten würde er sofort voll mitmischen. Aber diesmal will er vernünftiger sein als bei seiner Grippe im Herbst. Deswegen wagt er auch keine Prognose, ob er schon beim Rückrundenstart am 24. Januar auf Schalke auf dem Platz stehen wird: „Schauen wir mal.“ Junuzovic lacht. So allein will er das dann auch nicht stehen lassen und fügt noch an: „Ich bin optimistisch, dass ich wieder zu meiner alten Stärke finden werde.“

kni

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