Hohe Qualität im Mittelfeld – doch es können gegen Bayern nicht alle spielen

Schaaf hat die Qual der Wahl

Neue Option: Der Brasilianer Wesley hinterlässt einen starken Eindruck.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Raute oder Doppel-Sechs? Eine Spitze oder zwei? Mit Wesley und Silvestre, oder zuerst doch noch ohne die beiden Neuen? Thomas Schaaf wird in den kommenden Tagen vermutlich die ein oder andere unruhige Nacht haben.

Werder Bremens Trainer hat einen vor allem im Mittelfeld und in der Offensive gutbestückten Kader – und damit die Qual der Wahl, welche Spieler er mit welcher taktischen Formation ins Bundesliga-Gipfeltreffen am kommenden Samstag bei Bayern München ins Rennen schickt. Klaus Allofs jedenfalls ist schon „sehr gespannt. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß, wir haben auch vorn noch mehr Möglichkeiten und in der Abwehr in Mikael Silvestre einen neuen, erfahrenen Spieler“, zählt der Bremer Sportchef auf.

Während es als ziemlich sicher gilt, dass Silvestre sein Startelf-Debüt für die Bremer geben wird, um der Abwehr die nötige Stabilität zu verleihen, ist noch (fast) völlig offen, wie die Mittelfeldformation aussehen und wer schlussendlich stürmen wird.

Das Training am Montag

Das Training am Montag

Zunächst zum Mittelfeld: Kapitän Torsten Frings ist defensiv gesetzt. Ebenso wie davor Spielmacher Aaron Hunt. Auch Philipp Bargfrede hat bislang einen Stammplatz sicher gehabt. Lässt Schaaf mit der Doppel-Sechs spielen, wird Bargfrede neben Frings auflaufen. Bei der taktischen Formation mit der Raute könnte Bargfrede auf die Außenposition wechseln. Denn gegen die Bayern braucht Schaaf einen zweiten Mittelfeldspieler mit Defensivqualitäten. Tim Borowski könnte in diesem Fall das Nachsehen haben. Der 30-Jährige zeigte zuletzt zwar ansteigende Form, doch er hat zusätzlich noch Konkurrenz bekommen: Der Brasilianer Wesley hinterließ im Training einen starken Eindruck. Und Allofs meint: „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er spielen wird.“

Vermutlich wird das Mittelfeld demnach mit Frings, Bargfrede, Wesley und Hunt bestückt werden. Sollte sich Schaaf für nur einen Stürmer entscheiden, könnte Marko Marin das 4-2-3-1-System komplettieren. „Die große Konkurrenz im Mittelfeld hat grundsätzlich einen positiven Aspekt“, sagt Allofs, „für die, die am Ende nicht spielen, ist das natürlich nicht so angenehm.“

Was gleichermaßen für den Angriff gilt. Sollte Claudio Pizarro nach seinem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel bis Samstag wieder 100-prozentig fit sein, ist der Peruaner gegen seinen Ex-Club auch gesetzt. Stellt Schaaf ihm einen Mann zur Seite, wird es vermutlich Neuzugang Marko Arnautovic sein, der zuletzt gegen den 1. FC Köln mit zwei Toren und einer Torvorlage geglänzt hatte. Hugo Almeida wäre damit vermutlich zunächst raus.

Viele Spekulationen, viele Möglichkeiten, viele offene Fragen. Die Antworten kennt nur der Bremer Trainer. Und Thomas Schaaf wird es sich mit der Entscheidung, wen er am Ende spielen lässt und wen nicht, sicherlich nicht leicht machen. Er hat ja auch noch ein paar Tage Zeit. Und ein paar Nächte dazu . . .

Die Vorfreude auf die Partie in München ist beim Bremer Trainer schon da: „Das ist ein besonderes Spiel, weil die Bayern immer das Maß der Dinge sein wollen und das in den letzten Jahren auch waren. Deshalb ist es sehr interessant, sich mit ihnen zu messen.“

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