Rouven Schröder lobt Nouri und Bruns

"Zwei richtig gute Jungs"

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Rouven Schröder

Mainz - Von Björn Knips. 20 Monate lang hat Rouven Schröder für Werder gearbeitet, dann wechselte der Sportdirektor zum FSV Mainz 05 – als Nachfolger von Christian Heidel (seit Sommer auf Schalke). Erstmals kehrt Schröder am Mittwoch ins Weserstadion zurück – und er kennt Werders Interimscoach Alexander Nouri sehr gut.

Der 40-Jährige spricht im Interview aber auch über Viktor Skripnik, zu dem er nach dessen Entlassung sogar Kontakt hatte.

Herr Schröder sind Sie überrascht, dass Werder so früh den Trainer gewechselt hat?

Rouven Schröder: Eine frühe Trainerentlassung ist immer überraschend. Aber wir sind gut beraten, uns auf uns zu konzentrieren.

Was bedeutet dieser Trainerwechsel für das Mainzer Spiel in Bremen?

Schröder: Ein neuer Trainer kann ja bekanntlich in kurzer Zeit viele eventuelle Blockaden lösen und vergangene Dinge zum Positiven ändern. Dazu wird sich natürlich unser Trainerteam nach Alexander Nouri erkundigen. Bei unserem U 23-Coach Sandro Schwarz haben sie zum Beispiel eine gute Möglichkeit. Er hat gerade erst am Wochenende gegen Bremens U 23 mit Nouri als Trainer gespielt (2:1 für Werder, d. Red.)

Wie gut kennen Sie Alexander Nouri?

Schröder: Ich habe Alex schon als Spieler kennengelernt. Er war damals in Osnabrück, ich in Lübeck. Wir sind uns in den Spielen häufiger über den Weg gelaufen, weil er der Zehner und ich der Abwehrspieler war. Ein guter Fußballer, ein guter Techniker und Stratege. Dazu haben wir ja auch bei Werder zusammen gearbeitet. Er hat sich kontinuierlich in die Trainerarbeit reingefuchst und trotz Betreuung der Drittliga-Mannschaft parallel den Fußballlehrer gemacht. Er ist sehr, sehr ehrgeizig und zielstrebig. Diese Chance jetzt hat er sich verdient. Ich traue es ihm zusammen mit Florian Bruns zu. Das sind zwei richtig gute Jungs. Ich wünsche ihnen das Allerbeste – aber erst nach unserem Spiel (lacht).

Erst haben Sie Werder verlassen, dann wurde Thomas Eichin entlassen – warum haben es Nicht-Bremer in diesem Club so schwer?

Schröder: Das kann ich so nicht sagen, denn ich habe mich in Bremen immer sehr wohl gefühlt. Es kam eben zu einem gewissen Zeitpunkt eine große Herausforderung für mich, die ich auch dank Werder wahrnehmen konnte.

Mit welchen Gefühlen kehren Sie zurück?

Schröder: Totale Vorfreude. Allein diese tolle Atmosphäre im Stadion – in Bremen lieben und leben sie den Fußball. Ich freue mich auch auf viele bekannte Menschen aus einer kurzen, aber sehr intensiven Zeit.

Sind Mainz und Werder als Clubs vergleichbar?

Schröder: Durchaus, gerade, was das Umfeld betrifft. Die Mainzer sind auch fußballverrückt. Natürlich ist Werder vom ganzen Konstrukt her noch etwas weiter: zum Beispiel mehr Mitarbeiter, bessere Infrastruktur etc..

Sportlich war Mainz zuletzt aber besser als Werder.

Schröder: Sicher, in den letzten Jahren stand Mainz vor Werder. Aber so etwas kann sich schnell ändern. Deswegen muss man immer fleißig sein.

Was ist mit Mainz in dieser Saison möglich?

Schröder: Unser erstes Etappenziel sind die 40 Punkte, die wir so schnell wie möglich erreichen wollen. Das Wichtigste ist, dass wir als Mainz 05 in der Liga bleiben. In der Europa League wollen wir Deutschland würdig vertreten und Mainz auf der europäischen Karte bekannter machen.

Wie lebt es sich als Nachfolger von Christian Heidel, der Mainz nach oben gebracht hat?

Schröder: Ich fühle mich rundum wohl. Ich habe sofort ein gutes Gefühl vermittelt bekommen und kann unsere gemeinsame Arbeit entwickeln und verwirklichen. Es macht Spaß.

Haben Sie noch Kontakt nach Bremen?

Schröder: Natürlich. Ich bin jemand, der in seine Jobs immer sehr intensiv einsteigt. Es gibt noch Kontakt zu Viktor Skripnik, Torsten Frings, Florian Kohfeldt, Christian Vander oder auch Frank Baumann und Klaus Filbry. Gerade auch in den letzten Tagen, nachdem das passiert ist.

Leidet man aus der Ferne mit, wenn der Ex-Verein so schlecht startet?

Schröder: Auf jeden Fall. Wenn man sich mit Leuten gut versteht, dann drückt man ihnen die Daumen. Und es ist ganz wichtig, dass man sich immer bewusst macht, es könnte einem selbst auch mal so gehen. Es gibt gute Zeiten im Fußball, die muss man genießen, und schlechte Zeiten, auf die muss man vorbereitet sein.
kni

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