Reaktionen zum 104. Nordderby

Skripnik: „Was in der ersten Halbzeit los war, weiß ich auch nicht“

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Werder-Coach Viktor Skripnik

Bei Werder Bremen herrscht nach der 1:2-Pleite beim Hamburger SV Derby-Frust. Besonders der Auftritt in der ersten Halbzeit sorgt für Missstimmung. Die Reaktionen im Überblick.

Thomas Eichin (Werder-Sportchef)
„Am Anfang haben wir zu verhalten gespielt und uns ein ganz dummes Gegentor eingefangen. In der Pause hat es eine kräftige Ansage gegeben. Und in der zweiten Halbzeit haben wir dann alles reingeworfen, da kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie wollte unbedingt, hatte auch genug Chancen. Letztlich ist es eine unglückliche Niederlage.“

Clemens Fritz (Werder-Kapitän)
„Wir haben die ersten 30 Minuten verschlafen, waren nicht konsequent genug und zu fahrlässig im Umschaltspiel. Erst nach dem 0:2 sind wir richtig aufgewacht. In der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass der HSV total verunsichert war. Uns hat heute das letzte Quäntchen gefehlt. Wir brauchen jetzt nicht auf die Tabelle zu gucken – wir wissen, wie bedrohlich die Situation ist.“

Felix Wiedwald (Werder-Keeper)
„Wir haben das Spiel am Anfang nicht angenommen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das war ganz schwach. Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler und kriegen dadurch die Gegentore. Wir geben jetzt aber bestimmt nicht auf. In der zweiten Halbzeit hat man doch gesehen, was in uns steckt.“

Pierre-Michel Lasogga (Hamburgs Matchwinner)
„Das Spiel war intensiv, der Körper ist leer, ich bin einfach total platt. Wir haben alles reingelegt – und Werder hat in der zweiten Halbzeit richtig Druck gemacht, da hatten wir auch Glück. Für uns war es ein enorm wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Über meine ersten Rückrunden-Tore freue ich mich riesig – und dass sie dann auch noch für einen Derbysieg reichen... Es ist ein wunderschöner Tag heute. Ich habe mich heute dafür belohnt, dass ich Ruhe bewahrt und weitergearbeitet habe.“

Pizarro zeigt Nerven, Djilobodji unsicher

Marco Bode (Werder-Aufsichtsratschef)
„Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Alles spricht dafür, dass wir mit dieser stabilen Mannschaft den Klassenerhalt schaffen werden. Ich habe noch keine Mannschaft gesehen, die in den letzten drei Spielen nicht mehr gepunktet hat. Klar ist aber auch, dass wir uns Sorgen machen – doch ich glaube, dass wir es schaffen werden.“

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV) 
„Wir waren in einer doofen Situation. Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, was wir können. In der zweiten Hälfte haben wir dann aber wieder unser anderes Gesicht gezeigt. Für uns war das ein unglaublicher Schritt, den wir gemacht haben. Bremen hat uns das Leben aber sehr schwer gemacht.“

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen) 
„In der zweiten Halbzeit habe ich nur eine Mannschaft spielen sehen, eine in grün-weiß. Was genau in der ersten Halbzeit los war, weiß ich allerdings auch nicht. So ist Fußball. Wir hatten Chancen für zwei, drei Spiele, machen aber die Tore nicht.“
csa/mr

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