Pizarro verzichtet sogar auf Schokolade

Anders essen für den WM-Traum

Claudio Pizarro hat noch große Pläne im Kopf.
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Claudio Pizarro hat noch große Pläne im Kopf.

Bremen - So, wie er das Wort Dinkel-Pasta ausspricht, klingt das nicht wirklich lecker. Doch Werder Bremens Claudio Pizarro hat sich nun einmal dafür entschieden, anders zu essen.

Denn der 37-jährige Profi hat einen Traum: Er will 2018 mit Peru bei der WM in Russland spielen. „Ja“, sagt er, „das ist mein Ziel.“ Und das lässt auch alle Werder-Fans träumen, Pizarro könnte also noch länger in Bremen bleiben.

Dazu will sich der Stürmer konkret allerdings nicht äußern. Er sagt nur allgemein: „Ich will noch weitermachen, aber ich weiß nicht, was mein Körper macht. Irgendwann wird der Körper sagen: Es geht leider nicht mehr, obwohl der Kopf noch will. Im Moment ist alles okay.“

Das liegt auch an einem Besuch im August in Italien. Dort ist ihm ein Arzt empfohlen worden. „Er hat nach einem Test meine ganze Ernährung verändert“, berichtet Pizarro und erklärt: „Ich esse keine Kartoffeln mehr, keine Tomaten und auch keine Auberginen. Ich weiß nicht, warum. Aber es hilft.“ Auch viele Sachen mit Weizen seien von seiner Speisekarte gestrichen worden. Die geliebte Pasta gibt es nur noch in der Dinkel-Version. „Aber die essen bei uns auch andere Spieler“, betont Pizarro: „Von anderen Mannschaften habe ich das auch schon gehört.“ Für den Peruaner steht im Werderkühlschrank zusätzlich Soja-Joghurt sowie Soja- und Mandel-Milch. Schokolade, andere Süßigkeiten und Zucker sind tabu. Meistens zumindest. „Schokolade fehlt mir schon“, gibt er zu. Und nach seinen zwei Toren gegen Berlin sei er eben mal schwach geworden. „Ich darf das ja auch alles essen“, sagt Pizarro, „aber dann geht es mir schlechter.“

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Deswegen sei es gar nicht so schwierig, die Vorgaben des Arztes zu erfüllen. „Ich fühle mich besser und habe auch zwei, drei Kilo abgenommen.“ Vielleicht ist er auch deshalb in Topform. Fünf Tore in den letzten vier Pflichtspielen – das erinnert doch sehr an den jungen Pizarro. Seit 1999 schon ballert er sich durch die Bundesliga. Und am Freitag kündigt sich ein bemerkenswertes Jubiläum an: 400. Einsatz im deutschen Fußball-Oberhaus. „Natürlich ist das etwas Besonderes für mich. Das erlebt man nicht jeden Tag“, sagt Pizarro – und es ist ihm deutlich anzumerken, dass er noch nicht satt ist. Er lacht und strahlt, es macht ihm einfach Spaß. Und daran kann auch die Dinkel-Pasta nichts ändern. „Wenn ich noch weiterspielen will, muss das sein.“ Und er will noch lange weiterspielen…

kni

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