Gnabry ist fit, ein Quartett wieder im Angebot

Personalnot war mal: Nouri hat die Wahl

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Gute Lage: Alexander Nouri hat ein  komfortables Angebot

Bremen - Serge Gnabry mischte mit. Zwei Tage vor dem Spiel bei Darmstadt 98 meldete sich der Fünf-Millionen-Mann am Donnerstag zurück, absolvierte ohne erkennbare Probleme das Teamtraining. Weil das auch für den zuletzt ebenfalls angeschlagenen Lamine Sane galt (beide klagten über Knieprobleme) und drei weitere Profis nach Verletzungen und einer Sperre zurück in die Startelf drängen, ist aus der Personalnot bei Werder plötzlich ein komfortables Angebot an Spielern geworden.

Und Interimstrainer Alexander Nouri steht vor kniffligen Entscheidungen. Hält er an Nobodys wie Ousman Manneh, Milos Veljkovic und Niklas Schmidt fest? Oder lässt er die mit den größeren Namen ran? Nouri verweigerte Einblicke, gab sich auf der Pressekonferenz am Donnerstag verschlossen. Er könnte ja zu viel verraten. „Norbert Meier“, sagte er mit einem Grinsen über den Darmstadt-Trainer, „hat vielleicht noch einen Account für Werder-TV und guckt gerade zu.“

Netter Witz. Aber ja, Meier sollte sich tatsächlich für das Bremer Personal interessieren. Denn es sind spannende Duelle, die indirekt im Training ausgefochten werden. Darum geht’s: Gelingt es Aron Johannsson nach abgelaufener Rotsperre, Manneh zu verdrängen? Kommt Fin Bartels an Izet Hajrovic vorbei? Ist Santiago Garcia schon eine Konkurrenz für Robert Bauer und Milos Veljkovic eine Gefahr für Lamine Sane? Der Coach kann frei entscheiden. Und natürlich findet er das richtig prima. „Die Rückkehrer eröffnen uns neue Optionen, das haben wir uns so gewünscht“, meinte Nouri.

Allerdings können auch freie Entscheidungen schwierige Entscheidungen sein. Wie im Konkurrenzkampf zwischen den zentralen Stürmern Johannsson und Manneh. Johannsson hat zwar den größeren Namen, war zuletzt aber gesperrt gewesen. Manneh ist der Newcomer aus der U 23 und hat in zwei Einsätzen nicht enttäuscht. Schwierig zu sagen, wer spielt und wer nicht. „Ous“, sagte Nouri, „hat in meinen Augen viele gute Argumente geliefert.“ Eine Einsatzgarantie sei das aber nicht.

Veljkovic für Sane schon eine Gefahr?

Die gibt es auch nicht für Bartels, der seine Adduktorenprobleme überwunden hat und nach zwei Spielen Pause wieder zur Verfügung steht. Linksverteidiger San-tiago Garcia ist zwar seit einer Woche wieder im Teamtraining, die besseren Karten hat aber wohl noch Robert Bauer.

Bleibt noch Sane. Sein kurzfristiger Ausfall gegen Wolfsburg spülte überraschend Veljkovic ins Team. Obwohl der junge Serbe sehr abgeklärt aufgetreten war, wird er ziemlich sicher wieder Platz machen müssen für Sane, der nach ausgestandenen Knieproblemen gestern ins Mannschaftstraining zurückkehrte.  

csa/mr

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