Noch immer „kein klares Urteil“ bei Yatabare

Werder beschwert sich beim DFB

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Bremen - Der Fall Sambou Yatabare (26) lässt Werder Bremen nicht zur Ruhe kommen. Zwar wissen die Bremer inzwischen, dass ihr Neuzugang aktuell gesperrt ist (wegen einer Unbeherrschtheit im letzten Spiel für Ex-Club Standard Lüttich) – doch damit will sich Sportchef Thomas Eichin nicht abfinden. „Wir haben eine E-Mail vom DFB bekommen, dass die von der Fifa empfohlene Sperre übernommen werden soll. Aber das ist kein klares Urteil – und das reicht uns nicht“, betonte Eichin, der vom DFB eine präzise Begründung für die Drei-Spiele-Sperre erwartet. Erst wenn diese vorliegt, will Werder über rechtliche Schritte entscheiden.

Auf der Internetseite des DFB ist noch nicht zu sehen, wie lange Yatabare aus dem Verkehr gezogen wird. „Derzeit gesperrt“ steht dort lediglich. Der Verband gibt bei dieser Personalie insgesamt kein glückliches Bild ab. Passend dazu: Zunächst war auf der Homepage zu lesen, dass Mustapha Yatabare gesperrt ist. Das ist der vier Jahre ältere Bruder des neuen Bremers – und er spielt beim HSC Montpellier in Frankreich.

Dass die ganze Geschichte so lange dauert, hat Eichin mehrfach beklagt – gestern noch mal: „Wir haben beim DFB schriftlich unseren Unmut geäußert und wollen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“

Erst kurz vor dem Auswärtsspiel in Gladbach hatte Werder die Nachricht erhalten, dass Yatabares Sperre aus Belgien auch für Spiele in Deutschland gelten soll. Die Bremer waren davon ausgegangen, dass die Strafe nicht zwingend übernommen werden muss, weil sie erst nach Abwicklung des Wechsels ausgesprochen wurde.

Möglich, dass der DFB heute die von Werder ersehnte Urteilsbegründung liefert. Dass sich an der Sperre noch irgendetwas ändert und Yatabare morgen im DFB-Pokal doch eingesetzt werden kann, glaubt Eichin nicht: „Ich habe ein bisschen Hoffnung, aber die ist sehr klein.“

Der „Bruder“baut ihn auf

Yatabare wird nicht nur morgen, sondern auch am Samstag im Bundesliga-Heimspiel gegen Hoffenheim zugucken müssen. „Das ist natürlich schlecht, aber er kann im Moment nichts tun“, sagte der Senegalese Papy Djilobodji, für den der Malier Yatabare schon „wie ein Bruder“ ist: „Wir machen viel gemeinsam.“ Der eine Neue baut den anderen aktuell ein bisschen auf und urteilt: „Wenn Sambou spielt, wird er uns helfen.“

mr

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