Komplett-Tausch in Werders Innenverteidigung

„Moisane“ – der Doppelboss als Defensiv-Modell

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Niklas Moisander in Aktion.

Bremen - Für den Trainer war Lamine Sane „ein Wunschkandidat auf unserer Liste. Wir haben ihn intensiv beobachtet“, sagte Viktor Skripnik gestern über den 29-jährigen Senegalesen mit französischem Pass.

Beim ehemaligen Trainer des Innenverteidigers, der ablösefrei von Girondins Bordeaux verpflichtet wurde, habe man sich ebenfalls erkundigt. Und nur Positives gehört, betonte Skripnik: „Er ist ein Super-Spieler mit tollem Charakter. Jetzt wünschen wir uns, dass er schnell fit wird.“ Spätestens nach der Länderspielpause Anfang September soll mit dem Knie des Neuen alles in Ordnung sein.

Durch den Transfer von Sane steht nun auch fest: Werder hat die komplette Innenverteidigung ausgetauscht! Jannik Vestergaard (24/Gladbach), Papy Djilobodji (27/zurück zum FC Chelsea), Alejandro Galvez (27/SD Eibar) und Oliver Hüsing (23/Ferencvaros Budapest) sind weg. Niklas Moisander (30/Sampdoria Genua), Fallou Diagne (26/Stade Rennes), Luca Caldirola (25/zurück aus Darmstadt) und Sane kamen hinzu.

Die Bremer Innenverteidigung ist somit insgesamt 110 statt 101 Jahre alt. Mehr Erfahrung also – und vor allem mehr Führungsqualität. Moisander war Kapitän bei Ajax Amsterdam und ist es im finnischen Nationalteam, der Senegalese Sane trug die Binde in Bordeaux am Oberarm. Gleich zwei Innenverteidiger, die sich als neuer Abwehrchef anbieten. Moisander hat sich auch schon mal in Position gebracht: „Ich möchte das werden. Und ich habe alle Qualitäten dafür.“ Sane aber offensichtlich auch. Kein Problem, meinte Moisander: „Man braucht nicht nur einen Leader in der Mannschaft, sondern viele. Es ist doch gut möglich, mit zwei oder drei erfahrenen Spielern in der Abwehr zu stehen.“ Dass Werder hinten nachgerüstet hat, begrüßt der 30-Jährige ausdrücklich: „Es ist wichtig, das Team so stark wie möglich zu machen, um in der Bundesliga mithalten zu können. Wir haben gute Verteidiger, ich habe da ein positives Gefühl.“

Moisander und Sane, die Kombination „Moisane“ – gut vorstellbar im Bremer Defensivzentrum. Caldirola, der auch bereits Führungsspieler-Ambitionen geäußert hat („Ich will hier Abwehrchef werden“), und Sanes Landsmann Diagne wären dann die Herausforderer. Beide machen bisher einen guten Eindruck, urteilte Skripnik. Diagne brauche nur „eine feste Aufgabe“ und werde sich „nicht verstecken“. Und Caldirola, den der Werder-Coach 2015 nicht mehr brauchte und nach Darmstadt ziehen ließ, sei nach einer komplett absolvierten Bundesliga-Saison wie verwandelt zurückgekommen. Skripnik: „Es ist ein enormer Unterschied. Auch, was die Körpersprache angeht. Ich habe ihm dafür schon Komplimente gemacht. Aber ich erwarte auch, dass es bei ihm genau so weitergeht.“ - mr

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